Edmund und Magdalena Wessels aus Scharrendorf feiern ihre goldene Hochzeit

Auf dem Abbenhauser Schützenfest hat’s gefunkt

Feiern goldene Hochzeit: Magdalena (Lenchen) und Edmund Wessels aus Scharrendorf. - Foto: Wilke

Scharrendorf - Von Theo Wilke. Auf dem Schützenfest in Abbenhausen funkt es zwischen der erst 16-jährigen Lenchen aus Brümsen und dem sechs Jahre älteren Edmund aus Stelle. Das ist 56 Jahre her. Lenchens Eltern sind damals überhaupt nicht begeistert. Aber die jungen Leute bleiben zusammen. 1966 heiraten sie. – Edmund und Magdalena Wessels aus Scharrendorf feiern heute bei guter Gesundheit ihre goldene Hochzeit.

Als das siebte von acht Kindern einer Landwirtsfamilie in Stelle wird Edmund Wesselns am 15. September 1938 in Twistringen geboren. Er besucht die Volksschule am Ort, beginnt 1954 eine Lehre zum Schlosser im Betrieb Gebrüder Meyer an der Georgstraße in der Nähe vom Twistringer Bahnhof. Danach arbeitet der Steller Jung’ ein paar Jahre in Bremen-Hemelingen für das Torfit-Werk, das Toschiplatten herstellt.

1963 kehrt Wessels beruflich zurück nach Twistringen und bleibt für zehn Jahre in der Firma Brackmann (Trinkhalme-Herstellung aus Strohhülsen) an der Kolpingstraße. Anfang der 1970er-Jahre wechselt Wessels zu Meyer-Lüters an die Raiffeisenstraße. Insgesamt 31 Jahre lang bleibt der Wahl-Scharrendorfer der Firma als Schlosser im Stahlbau treu. Das Unternehmen fertigt unter anderem Gartenmöbel, Balkonverkleidungen Zäune, Sichtschutz.

„Die erste Rente habe ich in Euro bekommen“, erinnert sich der heute 78-Jährige. Und seit er im Ruhestand ist, repariert er alles rund ums Eigenheim. „Papa kann alles. Er ist unser Hausmeister“, lacht Tochter Doris.

Daneben nimmt sich Edmund Wessels auch Zeit für den örtlichen Schützenverein und den Heimatverein zur Hünenburg. Seit rund 15 Jahren ist er aktiv im privaten Fahrradclub.

Auch Magdalena Wessels entstammt einer Großfamilie, die einen Hof in Brümsen betreibt. Am 1. Mai 1944 als siebtes von neun Kindern der Familie Borchers zur Welt gekommen, besucht „Lenchen“ die Volkschule, die in Brümsen längst nicht mehr existiert. Anschließend absolviert die junge Frau ein Jahr lang eine Kloster-Haushaltsschule. Dann kehrt sie zunächst nach Hause zurück und unterstützt ihre Familie auf dem Hof, etwa beim Melken und weiteren landwirtschaftlichen Arbeiten. Später beginnt die Brümsenerin in der Schürzenfabrik an der Bremer Straße in Twistringen, wo sich heute der Getränkemarkt befindet. „Es gab keine Lehre, wir haben im Akkord gearbeitet“, erzählt die heute 72-Jährige.

Am 3. Mai 1964 wird im Hause der Braut in Brümsen zünftig Verlobung gefeiert. Zwei Jahre später lassen sich Edmund und Lenchen vom Standesbeamten im alten Twistringer Rathaus trauen. Drei Tage später dann die lange herbeigesehnte kirchliche Hochzeit: Der 7. Juli 1966 ist ein Donnerstag, an dem sich der Schlosser und die Näherin in der St.-Anna-Kirche feierlich das Ja-Wort geben. „Da hat’s geregnet“, erinnert sich Lenchen Wessels. Gleichzeitig ist es der Abschied von den Elternhäusern: Das frisch getraute Paar zieht in das bereits gebaute eigene Haus in Scharrendorf, östlich der Sulinger Straße, ein.

Zwei Kindern schenken sie das Leben: Torsten (1970) und Doris (1973). Als die noch klein sind, arbeitet die Mutter neben dem Haushalt noch einige Jahre zu Hause als Schneiderin, fertigt Gardinen im Auftrag der Bassumer Firma Kruse. Längere Reisen unternimmt die Familie nicht, mal nach Wangerooge, in den Harz, in den Schwarzwald.

Inzwischen bereichern auch vier Enkelkinder den Lebensabend des Goldpaares: Veit, Lynn, Greta und Franz – und Familienhund Buddy.

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