Corona-Krise: Abbenhauser Dorfgemeinschaft verschiebt die für April geplanten Jubiläumstage

750-Jahr-Feier erst Ende Oktober

Der Findling zum Dorfjubiläum ist bereits an der Ecke Zum Brande platziert worden.

Abbenhausen - Von Theo Wilke. Im April werden die Abbenhauser ihr 750-jähriges Dorfjubiläum nicht feiern – die Corona-Krise hält an. Wie lange noch, weiß niemand. Deshalb hat das Orgateam vergangene Woche die Feierlichkeiten für den 24. und 25. April abgesagt, erklärt Ortsbürgermeister Bernhard Kunst auf Nachfrage. „Die Feier ist zunächst auf Ende Oktober verschoben worden“, fügt er hinzu

Zurzeit überlegen die Organisatoren um Marlies Meyer den genauen Termin. Wichtig findet Bernhard Kunst, dass die bislang schon verkauften Eintrittskarten für die Jubiläumsabend im Dorfgemeinschaftshaus ihre Gültigkeit behalten. Wer allerdings im Oktober nicht dabei sein kann, darf seine Karte zurückgeben.

„Abbenhausen lädt ein“ sollte im April nach fünf Jahren Pause wieder aufgelegt werden – und diesmal im Jubiläumsrahmen als bunter Abend mit einem dreistündigen Programm. Alles schon geplant: Tanz, Sketche und Musikbeiträge für bis zu 100 Zuschauer im DGH, jeweils an zwei Abenden. Nun werden die beteiligten Ortsvereine erst im Oktober ihre Vorführungen zeigen.

Im Laufe des Jahres sind weitere Höhepunkte vorgesehen, etwa im August das Dorffest, auch ein Ferienkiste-Beitrag im Sommer für Kinder und Jugendliche mit Fete und Übernachtung. 100  Seiten zählt die Festschrift mit der Historie, die unter anderem fast 30 Beiträge und mehr als 80 Fotos enthält. Bei Abbenhäuser Landwirten, in Büchereien und Gaststätten ist das Werk zu haben. Vergriffen ist bereits die erste Auflage des Jubiläumskalenders (110 Stück) mit Fotos aus allen fünf Ortsteilen. Eine zweite Auflage ist im Gespräch.

Der Ursprung Abbenhausens geht auf eine kleine Sage aus der Region zurück: In grauer Vorzeit, so erzählte man sich früher im Dorf, sollen die Brüder Abbo, Bigo und Kobbo den noch siedlungsleeren Raum unter sich aufgeteilt und mit ihren Familien drei Dörfer gegründet haben: die heutigen Abbenhausen, Binghausen und Köbbinghausen.

„Wenn man diese Deutung auch in den Bereich der Sage verweisen muss, ist sie doch so abwegig nicht, denn tatsächlich lassen sich die Namen aller fünf Ortsteile auf altgermanische Personennamen zurückführen“, schreiben Twistringens Archivare Otto Bach und Friedrich Kratzsch im Buch „Twistringen – eine Heimatkunde“ von 1999.

Nach einem Dokument im Bistumsarchiv wurden vor 750 Jahren die ersten Höfe in Abbenhausen aufgelistet. Stadtarchivleiter Friedrich Kratzsch berichtete damals den Abbenhäusern aus der Historie.

Zur Jahresmitte 2020 ist eine gemeinsame Jubiläumsveranstaltung mit Abbenhauser, Mörsener, Scharrendorfer und Marhorster Beteiligung geplant. Denn auch die Nachbarn feiern ihr 750-jähriges Bestehen.

Der Ort für dieses Jubiläumsevent mit Familiencharakter wird die Alte Ziegelei in Twistringen sein – wenn die Corona-Krise überstanden sein sollte.

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