Ortsrat für einjährige Testphase

7,5-Tonnen-Begrenzung rund um die Uhr

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Nicht weiterfahren durch die Fußgängerzone. Das ist verboten. Passiert aber fast täglich. Der Ortsrat fordert jetzt Poller.

Twistringen - Von Theo Wilke. Die 3,5-Tonnen-Begrenzung und Tempo 30 sind vom Tisch, zumindest für den Twistringer Ortsrat. Unter dem Vorsitz von Frank Hömer (CDU) hat sich das Gremium am Dienstagabend im Einvernehmen mit den Mörsenern lediglich für eine 7,5-Tonnen-Begrenzung rund um die Uhr für zunächst ein Testjahr auf der Konrad-Adenauer-Straße ab B 51 bis zur Kampstraße ausgesprochen.

Wie berichtet, hatte sich der Ortsrat Mörsen gegen eine 3,5-Tonnen-Begrenzung und Tempo 30 unter Einbeziehung der Raiffeisenstraße gewehrt. Die Mörsener befürchten noch mehr Schwerlastverkehr durch ihr Dorf.

Im Rathaus am Dienstagabend erklärte Grünen-Ratsfrau Sylvia Holste-Hagen, bei einem Infoabend seien die geltenden 30 km/h den Anwohnern nicht so wichtig gewesen, weil sich viele Fahrer nicht an das Tempo halten. Aber eine vernünftige Beschilderung müsse es geben, und da möchten die Betroffenen mitreden. Katrin Schwarze (CDU): Das große Ziel müsse immer noch der geforderte Kreisel im Bereich Nienburger Straße sein. Und Ulrich Helms (FWG) meinte, die 7,5-Tonnen-Forderung sollte weiterverfolgt werden. „Das sollten wir gleich beschließen.“

Zwingende Gründe für eine dauerhafte Anordnung

Bürgermeister Martin Schlake indes verwies auf die Straßenverkehrsordnung. Danach müssten zwingende Gründe für eine dauerhafte Anordnung vorliegen. Etwa der Verkehrslärm, den die Anlieger wohl am meisten beklagten.

Eine Baugrunduntersuchung habe ergeben, dass man die Fahrbahn der Konrad-Adenauer-Straße sehr wohl sanieren und damit den Lärmpegel reduzieren könne. Aber diese Straße sei wie andere in der Stadt als wichtige innerörtliche Verbindung eingestuft. Es gebe schon Anträge für weitere Sanierungswünsche, etwa im Bereich der durchs Kopfsteinpflaster lauten Bahnhofstraße. Das änderte aber nichts am Votum des Ortsrates.

Dass laut Bürgermeister und mehreren Ortsratsmitgliedern fast täglich Kraftfahrzeuge verbotenerweise die kleine Fußgängerzone am Centralplatz als Abkürzung benutzen, ist ein ernsthaftes Problem. Umso mehr, wenn vor Weihnachten viele Passanten die Adventshütten aufsuchen oder im Frühjahr und Sommer Gäste den Centralplatz und die angrenzende Gastronomie bevölkern.

Der Ortsrat war sich nun fast einig: Im ersten Schritt sollen von der Bahnhofstraße aus umlegbare und abschließbare Poller uneinsichtigen Kraftfahrern den Weg versperren (ausgenommen Lieferverkehr und Anwohner). Nur Sabine Nölker (CDU) lehnte ab. Ihr Vorschlag: die Poller in der Mitte der Fußgängerzone aufstellen. Außerdem: einseitig sperren, sei auch nicht gut. Wenn schon, dann auch von der Steller Straße aus. Sonst fahre jemand in die Zone und stehe am Ende vor den Pollern und könne nicht wenden.

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