Ortsrat kritisiert Stadtentscheidung

Grundschule am Markt: 2017 keine Mobilbauten „nicht nachvollziehbar“

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Der Scharrendorfer Ortsrat mit Ortsbürgermeister Rolf Meyser (l.) an der Schule.

Scharrendorf - „Nicht nachvollziehbar“ ist für den Scharrendorfer Ortsrat die Entscheidung des Schulträgers Stadt Twistringen, die Mobilbauten an der Außenstelle Scharrendorf der Grundschule am Markt erst zum Schuljahresbeginn 2018 aufzustellen. Bei einer Ortsbesichtigung habe das Gremium deutlich gemacht, dass es in Scharrendorf die Möglichkeiten gebe, die Raumnot der der Twistringer Grundschule kurzfristig zu beseitigen, so Ortsbürgermeister Rolf Meyer (CDU). Allen Grundschülern könnten auch ausreichende Unterrichts- und Pausenhofflächen zur Verfügung gestellt werden.

Der Ortsrat betont die sehr gute Bausubstanz, ausreichend Fläche und eine positive Energiebilanz durch die Nutzung erneuerbarer Energien für die Wärmeversorgung. Diese Faktoren sprächen für die Scharrendorfer Außenstelle als Standort für die Schaffung weiterer Räumlichkeiten im Grundschulbereich.

Gemeinsam mit Bausachverständigen, so Rolf Meyer, habe der Ortsrat das Schulgebäude vom Keller bis zum Dach in Augenschein genommen. An der Außenfassade seien keine altersbedingten Risse feststellbar.

Von baufachlicher Seite werde die Bausubstanz als sehr gut bezeichnet. Das Dach und das Gebälk seien in einer ebenfalls außergewöhnlich guten Verfassung. Einig war man sich, dass das Scharrendorfer Schulhaus mit fünf Klassenräumen noch Jahrzehnte ohne große Investitionen genutzt werden kann. Herausgestellt wird auch die Grundstücksgröße. Die Kinder könnten an den Spielgeräten, in der Sandkiste oder durch Fußballspielen auf dem Rasenplatz die Pausen verbringen.

Genug Pausenfläche und Bioenergie

Auch wenn die Mobilbauten aufgestellt werden, bleibt laut Ortsrat noch ausreichend Pausenfläche übrig. Ortsbürgermeister Meyer: „Weitsicht haben die Stadtväter Ende der 1990er-Jahre bewiesen, als sie in den Flächennutzungsplan der Stadt Twistringen direkt neben dem Schulgelände einen etwa 50  Meter breiten Streifen als Gemeinbedarfsfläche für schulische Zwecke verankert haben.“

Da auch der Grundstückseigentümer bereit wäre, diese Fläche für eine mögliche Schulerweiterung an die Stadt zu veräußern, gebe es genug Erweiterungsfläche, die auch zusätzliche Schul- und Turnhallenbauten in Scharrendorf ermöglichen.

Außerdem setzt der Ortsrat auf die positive Energiebilanz der Schule und die umweltgerechte Wärmeversorgung, gespeist aus erneuerbaren Energien. Bekanntlich wird die Schule kostengünstig über die Biogasanlage eines Landwirts versorgt. Er könnte auch die Energie für Mobilbauten und eventuelle Erweiterungsbauten liefern. 

tw

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