25 Jahre Museum der Strohverarbeitung

150.000 Gäste und 50.000 Himbeerschnitten

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Die Gründungsmitglieder und Geburtshelfer des Museums der Strohverarbeitung (v.l.): Dr. Ralf Vogeding, Helmut Wiekenberg, Helmut Beneke, Heinz Brinkmann, Fritz Kratzsch, Rudolf Kramer, Franz Mersmann, Heinz Harms, Peter Bellersen und Hermann Greve.

Twistringen - Von Sabine Nölker. 25 Jahre Twistringer Museum der Strohverarbeitung. Für die Verantwortlichen um Heinz Brinkmann Anlass genug, Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kirche sowie Gönner, Ehrenamtliche und Freunde am vergangenen Freitagabend zu einer Geburtstagsfeier einzuladen.

Unter den Festrednern waren auch Dr. Ralf Vogeding, Leiter des Kreismuseums in Syke, und Autor Hermann Greve, seinerzeit maßgeblich am Entstehen des Museums beteiligt.

Am 24. November 1994 unterzeichneten engagierte Twistringer die erste Satzung des Fördervereins, „Die Geburtshelfer“, so Vorsitzender Brinkmann. Einer, „ohne den es das Strohmuseum nicht geben würde“, war Rudolf Kramer. Er war laut Brinkmann der Motor, der Architekt und „nebenbei“ auch noch der 1. Vorsitzende und Koordinator.

Vogeding und Greve erinnerten sich an die Anfänge. Heimatkundler Greve schwebte vor 35 Jahren bei seinen Recherchen vor, „in Twistringen ein richtiges Museum für die Strohverarbeitung in Deutschland aufzubauen“. Er konnte damals viele Interviews mit Zeitzeugen führen, und die Twistringer Unternehmer öffneten für ihn ihre Archive. 

Von der Bürgerstube zum Strohmuseum

Dr. Vogeding kam über Studienkollege Greve zu dem Thema: „Ich hatte damals keine Ahnung, was es hier im Landkreis für Besonderheiten gibt.“ Als er von der Strohindustrie Twistringens hörte, war er sich schnell sicher, „darüber muss ich unbedingt eine Ausstellung machen“. Gerätschaften stellten Firmen zur Verfügung.

Ein Jubiläumsfest zwischen historischen strohverarbeitenden Maschinen am Kapellenweg. Da gab es viele Gespräche unter den geladenen Gästen des Museumsvereins.

„Schon damals hatte Twistringen eine Bürgerstube im Sinn“, erinnerte sich Vogeding. Als man sah, was in der Ausstellung in Syke an Exponaten zusammengekommen war, hatte das ein Feuer entfacht. „Zwei Monate später habe ich mit Jakob Haas mögliche Gebäude besichtigt.“

Peter Bellersen und Heinrich Harms erzählten von den Anfängen. Beide sind Gründungsmitglieder, waren gleichberechtigte Stellvertreter des 1. Vorsitzenden, halfen beim Umbau des Museums und führten etwa 600 bis 700 Gruppen als Gästeführer durch die Ausstellung.

Der stellvertretende Bürgermeister Peter Dünzelmann lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen: „Wer konnte damals ahnen, dass 150.000 Menschen bis heute das Museum und Twistringen kennenlernen würden?“ 

Landtagsabgeordneter Volker Meyer, in Vertretung des Landrats, konnte sich noch gut an die zähen Verhandlungen mit dem Stadtrat erinnern, dem er seinerzeit angehörte. „Ihr habt mit eurem Engagement uns, Unterstützer und Sponsoren überzeugt. Ohne euren Einsatz würde es das Strohmuseum nicht geben.“

25 Jahre Museum der Strohverarbeitung

 © Sabine Nölker
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Nach der Ehrung der Jubilare hatte Vorsitzender Brinkmann noch ein paar Zahlen für die gut 100 Gäste: 150.000 Besucher, seit 2006 Einnahmen von rund 900.000 Euro, „die alle wieder ausgegeben wurden“, sowie Anfragen aus 670 Orten und 50 000 verkaufte Himbeerschnitten mit Sahne (Museumskuchen). Im Obergeschoss wurde schließlich die Jubiläumsausstellung eröffnet.

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