Bauarbeiten für Aussichtsturm auf dem Hohen Berg beginnen Dienstag / „Einen draufgesetzt“

Turmbau zu Syke startet

So soll er aussehen: Der Aussichtsturm auf dem Hohen Berg.

Syke - SYKE (dc) · Für die Stadt geht es steil nach oben! Dienstag starten am Hohen Berg in Ristedt die Bauarbeiten für den seit Jahren geplanten Naturerlebnisturm. Rund eine Woche wird dann ordentlich „hochgestapelt“, ehe Syke nach Ostern um eine 13 Meter hohe Attraktion reicher ist.

Es ist alles angerichtet am Hohen Berg. Das Betonfundament, das die rund 17 Tonnen schwere Konstruktion aus feuerverzinktem Stahl und Holz tragen wird, war bereits im vergangenen Dezember gegossen worden.

„Der Beton braucht seine Zeit zum Trocknen und Abbinden“, erklärt Angelika Hanel, Stadtbiologin und Projektleiterin des „Turmbaus zu Syke“. Über die Wintermonate tat sich also nicht viel auf Sykes höchstem Aussichtspunkt. Dafür geht es ab Dienstag hoch hinaus. Die mit dem Bau beauftragte Syker Maschinenbaufirma Nienstedt wird die vorgefertigten Teile, die übrigens schon am Montag angeliefert werden, mit Hilfe eines Autokrans zum Naturerlebnisturm zusammensetzen. „Ich gehe davon aus, dass der Turm nach Ostern begehbar ist“, erklärt Hanel. „Immer vorausgesetzt, die Konstruktion wurde vorher ordnungsgemäß abgenommen und freigegeben.“

Die Idee für das Projekt gibt es in der Stadt schon seit einiger Zeit. „Wir haben das ehemalige Militärgelände vor fünf Jahren gekauft. Die Diskussion um einen Aussichtsturm kam schnell auf“, betont die Projektleiterin. Im Jahr 2008 startete die Zusammenarbeit mit der Bremer Hochschule. 21 Studenten aus der Fakultät für Architektur beteiligten sich am von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb und entwickelten Modelle.

Das von Helge Hermstrüwer erhielt am Ende den Zuschlag. Seine Vorstellung: Ein Turm aus tragender Metallkonstruktion mit einem fußläufigen Bereich aus Holz, bei dem sich der Blick für den Besteiger erweitert, je höher er kommt.

Genau diese Idee wird ab der nächsten Woche Realität. Der Turm besitzt dann drei Aussichtsplattformen in vier, acht und zwölf Metern Höhe. Alle Ebenen erlauben dabei einen 360-Grad-Rundblick. „Da wird allein das Besteigen zum Erlebnis“, freut sich Hanel. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 110 000 Euro. Davon sind etwa 54 666 Euro EU-Fördermittel. Das Land Niedersachsen steuerte knapp 32 800 Euro bei, die Stadt Syke gut 22 540 Euro.

Schnell sei während der Planung klar geworden, dass sich ein solcher „Riesenturm“ in Syke lohnt. „Wir haben erst an eine kleinere Variante gedacht – etwa eine Art Pavillon“, erinnert sich Hanel. Ein Besichtigungstermin mit dem Hubsteiger des Bauhofes habe aber schnell eine andere Entscheidung herbeigeführt. „Wir haben uns neun Meter in die Höhe fahren lassen und waren vom Ausblick begeistert“, sagt die Stadtbiologin.

Und so setzt sich Syke in Sachen höchster Punkt im Landkreis weiter ab. Der Wall, auf dem der Turm aufgebaut wird, liegt ohnehin 63 Meter über dem Meeresspiegel, die oberste Plattform dann 75 Meter. „Wir haben einen draufgesetzt“, betont Hanel.

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