Verkaufsoffener Sonntag der „Initiative“ mobilisiert viele zum Einkaufsbummel

Trubel in der Shoppingmeile

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Der eigens bis gestern verlängerte Adventsmarkt bot Gelegenheit, beim Einkaufsbummel ein Päuschen einzulegen. ·

Sulingen - Schieben zwei Mädchen ihre Fahrräder auf dem Fußweg an der Langen Straße. „Warum fahren wir eigentlich nicht?“, fragt eine der jungen Damen, antwortet die andere: „Weil hier so viel los ist.“ Was wie der Anfang eines Witzes klingt, beschreibt ganz gut die Resonanz auf den verkaufsoffenen Sonntag: Viele Sulinger und auch Auswärtige lassen sich gestern Nachmittag von Mitgliedsbetrieben der „Initiative Sulingen“ zum Einkaufsbummel mobilisieren.

Ein gewisser „Bewegungsdrang“ nach Feier- und Urlaubstagen oder das günstige Wetter könnten eine Rolle spielen – als richtig erweist sich auf jeden Fall die Entscheidung, den Adventsmarkt der Stadt Sulingen bis zum Sonntag zu verlängern: Hier nutzen viele die Gelegenheit, den vielleicht letzten Glühwein des Jahres zu genießen, mit Bekannten zu plauschen und ihnen einen „guten Rutsch“ zu wünschen. Vom Trubel in der „Shoppingmeile“ profitieren auch die Mitglieder des Lions Club Sulinger Land, die in den ehemaligen Geschäftsräumen von „Nils Traumfabrik“ den Bücherflohmarkt betreuen, den selbst gemosteten Apfelsaft und den Benefizkalender 2013 der „Löwen“ anbieten: „Viele waren schon eine Viertelstunde vor Öffnung da“, berichtet Silvia Tschöpe, die das Projekt gemeinsam mit Christine Lund betreut. Die war gerade selbst mit ihren Söhnen Jan-Erik und Sven-Ole kurz zum Einkaufen unterwegs, „wir haben eine Brille für Sven-Ole besorgt. Es schein ein gut gewählter Termin für einen verkaufsoffenen Sonntag zu sein, in der Langen Straße ist viel los.“ Das Angebot findet sie gut, auch wenn ein paar Geschäfte nicht geöffnet haben: „Einige von unseren Kunden hier haben gesagt, dass sie es schade finden, da vor verschlossener Tür zu stehen. Heute haben die Leute Zeit und Muße, da geht es nicht nur darum, Lebensmittel für Silvester und Neujahr einzukaufen.“

Maike Rohlfs und Christian Koch gönnen sich ein Heißgetränk auf dem Adventsmarkt – eingekauft haben sie „nur das Nötigste“, sagt sie, eine Tüte aus einem Drogeriemarkt in der Hand: „Für die, die durch den verkaufsoffenen Sonntag heute arbeiten müssen, ist es blöd.“ Christian Koch stimmt zu, „für die Kunden ist die Aktion eigentlich auch nicht nötig, man kann an anderen Tagen einkaufen.“ Maika Kraft sieht das anders: „Es könnte gern jeden Sonntag geöffnet sein.“ Denise Weibel findet den „Verkaufsoffenen“ ebenfalls gut, „shoppen, mit der Lütschen noch mal rauskommen.“ Die „Lütsche“ heißt Elaine (5), sie hat gerade eine schicke neue Mütze bekommen. · ab

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