Galavorstellung im Stadttheater: Reife Leistung der Lessener Theaterfreunde vor vollem Haus

Travestie-Spektakel am Silvesterabend

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Die „Keerls dör und dör“ legen einen filmreifen „Danz op Highheels“ hin. ·

Sulingen - Die Lessener Theaterfreunde hatten mit der Auswahl des Stücks „Keerls döör und döör“ einen Glücksgriff getan. Die Gäste der ausverkauften Silvestervorstellung im Stadttheater waren begeistert und nahmen das turbulente Geschehen als willkommene Einstimmung auf ihr individuelles Partyprogramm danach.

Die Laienschauspieler zeigten die Komödie der kanadischen Autorin Kerry Renard in der plattdeutschen Fassung von Heinz Buerhop. Im Mittelpunkt des Geschehens standen die vier Mitarbeiter des Lessener Kurierdienstes „Fix-Päck“. Sie bewiesen sich als „Keerls döör un döör“, hatten aber darüber hinaus noch ganz andere Qualitäten. Aus einer Bierlaune heraus beschlossen Hinnerk Knocke (Jochen Mohrmann), Georg Gregor (Wolfgang Voß), Paul Rolands (Oliver Fischer) und Manuel Rodriguez (Marius Kordes), eine Travestie-Show auf die Beine zu stellen, um Geld für die vermeintlich schwer erkrankte Tochter ihres Chefs Frank Kording (Jens Fischer) einzutreiben. Unter der Regie von Hinnerks Mutter Lore (Waltraud Hollstein) wurde fleißig geprobt.

Die Zuschauer wurden Zeugen der wundersamen Verwandlung der „Keerls“ zu Travestiekünstlern in Glanz und Glitter, die den Schauspielern einiges abverlangte. Nach sechs Wochen – beziehungsweise 120 Theaterminuten – legten sie einen filmreifen „Danz op Highheels“ hin. Unterstützt wurden sie von einem Tross an Helfern hinter der Bühne. Das Team um Kim Hüneke sorgte für eine minutenschnelle Verwandlung der vier Paketkuriere: Streckenweise brauchte jeder Schauspieler seinen eigenen Maskenbildner.

Für die Theaterfreunde, die bereits zum dritten Mal eine Silvestervorstellung im Stadttheater bestritten, ist das Spiel auf der großen Bühne ein besonderes Erlebnis. Spielleiter Heinfried Melloh: „Die technischen Möglichkeiten sind klasse, die Akustik ein Wahnsinn – da kommt viel rüber.“ Darüber hinaus sei das unvergleichliche Flair Motivation genug, private Vorhaben am Silvesterabend zurückzustellen.

Mit bislang 1 700 verkauften Karten war die diesjährige Saison für die Lessener Theaterfreunde die beste aller Zeiten. „Wir brechen in diesem Jahr alle Rekorde“, sagte Heinfried Melloh. Zwei Vorstellungen stehen noch auf dem Spielplan. Für die Aufführung am 11. Januar (19 Uhr) in Heimstatt sind noch Karten erhältlich. Die Schlussvorstellung auf der Heimatbühne im Gasthaus Husmann in Lessen am 12. Januar ist bereits ausverkauft. · mks

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