An Badestellen am Dümmer kommen ab sofort auch gelbe Fahnen zum Einsatz

Transparenz und Sicherheit

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Hoffen, die gelbe Fahne genauso wie das rote Pendant möglichst selten hissen zu müssen (von links): Tourismusmanagerin Jessica Weßling, Samtgemeindebürgermeister Ewald Spreen, Landrat Cord Bockhop und Thorsten Finke (Vorstand Tourismusverband Dümmerland). ·

Lembruch - Neben roten Fahnen, die an den drei Badestellen am Dümmer ein Badeverbot signalisieren, kommen ab sofort gegebenenfalls auch gelbe Fahnen zum Einsatz. Diese präsentierten Landrat Cord Bockhop, Tourismusmanagerin Jessica Weßling, Samtgemeindebürgermeister Ewald Spreen und Thorsten Finke (Vorstand Tourismusverband Dümmerland) Donnerstag im Zuge eines Pressetermins an der Badestelle Lembruch-Seestraße.

Die gelbe Fahnen signalisieren laut Spreen: „Passt auf, schaut noch etwas genauer hin.“ Zudem werden an einer Informationstafel Hinweise zur aktuellen Wasserqualität und Blaualgenkonzentration für die Gäste bereitgehalten. Die roten oder gelben Fahnen wehen an einem Masten, der von einem Sponsor aufgestellt wurde. Weht an diesem Masten eine Flagge des Sponsors, bedeutet dies: „Alles in Ordnung, Baden bedenkenlos möglich.“ Landrat Bockhop regte an, auch eine grüne Fahne zu installieren, um das Ampelsystem zu komplettieren. Schließlich würde diese den überwiegenden Teil des Jahres wehen.

„Das ist ein gutes System. Es bietet Transparenz und Sicherheit für die Touristen“, freute sich Jessica Weßling. Diese Form der Kennzeichnung kommt laut Finke auch an den großen Badestränden, beispielsweise in Bensersiel an der Nordsee, zum Einsatz. Die Richtwerte, welche Fahne zu wehen hat, gibt die EU-Bädegewässerrichtlinie vor. Das Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) informieren die Akteure vor Ort über aktuelle Entwicklungen.

Derzeit würden nahezu täglich vom Ordnungsamt der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ Sichtkontrollen des Dümmer-Wassers vorgenommen und Fotos zur Dokumentation gemacht. Alle zwei Wochen würden Wasserproben genommen. „Bislang war die Wasserqualität unauffällig gut“, freute sich Finke. In den vergangenen Jahren sei die Blaualge ab Juli zum Problem geworden. Bei einer Probe während der heißen Tage in der vergangenen Woche sei die Qualität noch besser gewesen als bei der vorherigen.

„Es sind viele Wasserflöhe vorhanden, die Pflanzen wachsen, das Wasser ist absolut klar“, fasste Weßling zusammen. Das Pflanzenwachstum sei gut gegen die Blaualge. „Allerdings sehen die Wassersportler dieses Wachsen skeptisch. Die Medaille hat zwei Seiten“, sagte der Samtgemeindebürgermeister. Er äußerte, dass die Wasserqualität seit 2009 zu diesem Zeitpunkt noch nie so gut gewesen sei. Zudem drückte Spreen seine Hoffnung aus, dass die Natur sich selbst geholfen habe.

Im Moment sei alles in Ordnung. Dennoch seien Sofortmaßnahmen vorbereitet und könnten im Fall der Fälle umgehend zum Einsatz kommen. · hkl

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