Ehemaliger Hastra-Turm umgesetzt / Dank an alle Beteiligten

Top-Lage und bezugsfertig: Storchennest in Apelstedt

+
Noch ist das Storchennest unbewohnt. ·

Bassum - Störche sieht man heutzutage leider eher selten, denn um ihren Lebensraum, Feuchtgrünland und Flussauen, ist es eng geworden. Im vergangenen Jahr wurden zur Freude der Einwohner in Apelstedt Störche gesichtet. Seit vergangener Woche könnten die Tiere sogar einen Nistplatz dort beziehen. Möglich gemacht hat das der Bassumer Gerd Schlung.

Der frühere Ratsherr und ehemalige Vorsitzende des Fördervereins Tierpark Petermoor hat 1995 von der Hastra einen Funkturm gekauft, um diesen zu einem Storchennest umzubauen. „Das war schon immer ein Kindheitstraum von mir“, gesteht Schlung. Er ließ den Turm 1997 auf einem Grundstück in Nähe der Bundesstraßen 51/61 aufstellen. Da es vor einiger Zeit einen Besitzerwechsel dort gab, musste das Storchennest weg. „Nur wie?“, so Schlung. Zum Glück konnte er das THW für das Vorhaben gewinnen, das mit schwerem Gerät anrückte und das Betonfundament aufbrach.

Auf der Suche nach einem neuen Standort wandte sich der Rentner an den Vorsitzenden des Fördervereins Tierpark Petermoor, Dr. Ralph Schuder. Der Apelstedter berichtete von den Störchen in seinem Ort und bot an, den Turm dort aufzustellen. Die Firmen Bremer und Sündermann halfen dabei. Schlung: „Ohne Kran hätte das nicht funktioniert.“ Der Storchenfreund möchte allen Beteiligten auf diesem Wege seinen Dank aussprechen. Schlung besorgte Baustahlmatten und fertigte mit Astwerk ein ansehnliches Nest. Nun müssen nur noch die Störche kommen.

Doch nicht nur Meister Adebar hat es dem Vogelfreund angetan. Auch um die Mauersegler sorgt sich Schlung. Früher gab es viele Mauersegler in Bassum. Doch da immer mehr Hausbesitzer aus energetischen Gründen ihre Fassaden und Dächer sanieren und jedes noch so kleinste Schlupfloch abdichten, finden die Tiere immer weniger natürliche Nistmöglichkeiten. Im vergangenen Jahr baute Schlung einen künstlichen Nistkasten an seinem Haus an, und um ganz sicher zu gehen, dass der Kasten nicht unbesetzt bleibt, besorgte er sich zudem eine CD mit den Lockrufen der Tiere. „Am gleichen Tag waren die ersten Mauersegler da“, erinnert sich Schlung. Vom Erfolg der Maßnahme selbst beeindruckt, sprach er mehrere Bürger und Institutionen an, ob er an deren Gebäude nicht auch solche Nistkästen installieren darf. Seit kurzem hängen entsprechende Vorrichtungen am Krankenhaus Bassum, gegenüber der Rettungswache. „Der Hausmeister hat mir sogar versprochen, dass er die CD abspielen wird, um die Tiere anzulocken“, freut sich Schlung und gibt den Tipp: „Mauersegler-Nistkästen lassen sich ganz einfach bauen. Eine Anleitung gibt es im Internet. Im Handel gibt es aber auch vorgefertigte Kästen.“ · al

Das könnte Sie auch interessieren

Die Multiplayer-Postapokalypse: "Fallout 76" im Test

Die Multiplayer-Postapokalypse: "Fallout 76" im Test

Azubis kicken in der Rotenburger Bodo-Räke-Halle für den guten Zweck

Azubis kicken in der Rotenburger Bodo-Räke-Halle für den guten Zweck

In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite

In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite

Pressestimmen zum letzten DFB-Spiel des Jahres: „Hauch vom Confed Cup“

Pressestimmen zum letzten DFB-Spiel des Jahres: „Hauch vom Confed Cup“

Meistgelesene Artikel

Soziales Kaufhaus: Awo steigt aus

Soziales Kaufhaus: Awo steigt aus

2 500 Burpees – Schwitzen für das Hospiz Zugvogel

2 500 Burpees – Schwitzen für das Hospiz Zugvogel

Dorfgebiet wird Wohngebiet: Stadt ändert Bebauungsplan „An der Grawiede“

Dorfgebiet wird Wohngebiet: Stadt ändert Bebauungsplan „An der Grawiede“

Frank Holle will Nachfolger von Niels Thomsen werden

Frank Holle will Nachfolger von Niels Thomsen werden

Kommentare