Gebürtiger Lemförder Frank Meuser leitet Hauptstadtbüro des Tierschutzbundes

Von der Tierwelt fasziniert

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In Berlin tätig: Der gebürtige Lemförder Frank Meuser.

Lemförde - „Ich bin auf einem kleinen Bauernhof aufgewachsen, daher waren Tiere schon immer ein Teil meines Lebens. Auch bei den Ausflügen an den Dümmer oder in den Stemweder Berg war ich stets von der Natur fasziniert“, sagt Frank Meuser.

Der gebürtige Lemförder hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Nun wurde er in das Präsidium der Eurogroup for Animals gewählt. Dort vertritt er die Interessen des Deutschen Tierschutzbundes. Seit September 2011 leitet der 38-Jährige das Hauptstadtbüro des Deutschen Tierschutzbundes in Berlin.

1998 legte Meuser seine Abiturprüfung am Wirtschaftsgymnasium in Osnabrück ab. Von 1999 bis 2005 studierte er in Bremen Politikwissenschaft, ehe er den Sprung in die Hauptstadt wagte. Von 2005 bis 2009 fungierte der Tierfreund als wissenschaftlicher Mitarbeiter der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Frechen, ehe er von 2009 bis 2011 in gleicher Funktion beim SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze tätig war. Während dieser Zeit studierte Meuser berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre.

2011 tauschte er dann das Abgeordnetenbüro gegen das Tierschutzbundbüro ein. „Ich war schon lange Mitglied im Tierschutzbund und habe mich ehrenamtlich engagiert, daher gab es Kontakt zu dem Bereich“, erklärt der 38-Jährige. „Meine Eltern und meine Großeltern haben mir beigebracht, Tiere als fühlende Wesen und mit Respekt zu behandeln“, fährt er fort. Der Verband habe einen Leiter des Hauptstadt-Büros gesucht und ihn angesprochen. Da Meuser schon lange im Bereich Tierschutz tätig werden wollte und die Faszination für die Tierwelt behalten hatte, überlegte er nicht lange und nahm das Angebot an. „Es ist etwas ganz besonderes, sein Hobby auch beruflich ausüben zu können“, freut er sich. „Als sich die Chance ergab, sich auch beruflich im Tierschutz zu engagieren, habe ich keine Sekunde gezögert“, sagt Meuser.

Es sei eine „tolle Aufgabe“, sich für die Entwicklung der Mitgeschöpfe einsetzen zu können. Das Thema Tierschutz hält Meuser für „wichtig und unterrepräsentiert“.

Meusers Haupttätigkeit ist die politische Kommunikation. Es gehe darum, Kontakte zu Politikern zu knüpfen und zu pflegen und auf diese Art zu versuchen, Einfluss im Sinne des Tierschutzbundes auf die Tierschutzpolitik zu nehmen. „Dies geschieht in einem offenen, einsehbaren Dialog“, erläutert Meuser und ergänzt: „Wenn Lobbyarbeit, dann für einen Verband, wo ich anschließend noch in den Spiegel schauen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.“

Während der Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter hätte Meuser viele Erfahrungen gesammelt, die für die Arbeit im „politischen Berlin“ wichtig seien. „So kennt man die parlamentarischen Abläufe und die Strukturen des Bundestages sehr gut. Das ist wichtig, um den Verlauf einer parlamentarischen Initiative wie etwa eines Gesetzentwurfs einschätzen und begleiten zu können“, weiß der Experte. Er ergänzt: „Außerdem knüpft man während der Arbeit im Bundestag viele Kontakte, die für die Arbeit im politischen Umfeld hilfreich sind.“

Als große Aufgabe sieht der Fachmann es an, die Intensivtierhaltung in der Landwirtschaft stärker mit dem Tierschutz in Einklang zu bringen. Meuser schwebt eine Landwirtschaft vor, „in der es weniger um das Mästen geht und die sich um die Tiere kümmert, auf sie aufpasst und die Lebewesen nicht nur als Produkt oder Ware sieht“.

Kontakte in die Heimat Lemförde pflegt Meuser noch reichlich. „Mein Familie lebt dort und ich habe noch viele Freunde da“, schildert er. Regelmäßig alle paar Wochen besuche er die Heimat. Hier könne er abschalten und den Akku wieder aufladen. Er gibt zu, Natur, Landschaft und die frische Luft aus der Heimat in der Hauptstadt zu vermissen. Dagegen sei das Leben in der Großstadt sehr abwechslungsreich. „Es wird nie langweilig und es gibt viele Möglichkeiten, auszugehen“, weiß Meuser. In seiner Freizeit liest der Ledige viel, widmet sich der Museumslandschaft zu und erkundet die vielen interessanten Ecken der Stadt.

Die Eurogroup for Animals, in dessen Präsidium Meuser nun sitzt, bündelt das Wissen von mehr als 40 Mitgliedsorganisationen. Durch die Kompetenzen des Europa-Parlaments sei die Europawahl 2014 für den Tierschutz sehr wichtig, so dass es einer starken Lobby-Organisation bedürfe. Die Strategien der Eurogroup for Animals bestimmt Meuser künftig maßgeblich mit. hkl

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