Analyse für Verkehrskonzept liegt vor

Täglich mehr als 11 000 Fahrzeuge

Tag für Tag: mehr als 11 000 Fahrzeuge müssen durch die Stadt Twistringen, davon 13,5 Prozent Schwerlastverkehr. Im Bild die Bremer Straße.

Bassum - TWISTRINGEN (tw) · Mehr als 11 000 Fahrzeuge passieren Tag für Tag die Stadt Twistringen, davon 13,5 Prozent an Schwerlastverkehr. Am Dienstagabend lag dem städtischen Bauausschuss im Rathaus endlich die Analyse, das Fundament, für das zum Frühjahr 2011 angekündigte Verkehrskonzept vor. Der Stadtrat muss sich zügig entscheiden – für die große B 51-Ortsumgehung, realisierbar vielleicht in 15 Jahren, oder aber für eine kleine Lösung im Bereich Mörsen.

Das seit Jahren diskutierte und heute mehr denn je geforderte Gesamtverkehrskonzept für Twistringen soll nicht länger als scherzhaft bezeichnete „Eier legende Wollmilchsau“ und „nützlich, aber nicht realisierbar“ im Raum stehen.

„Wir legen heute das Fundament, am Ende der Analyse und am Nullpunkt der Planung“, erklärte Thomas Müller von der Ingenieursgemeinschaft Schubert in Hannover, die gemeinsam mit der Stadt und mit Hilfe von Twistringer Gymnasiasten alle wichtigen Daten zusammengetragen und aufbereitet hat. Die Analyse enthält Zahlen über das Verkehrsaufkommen, über Ziel- und Quellverkehr, Schleich- und auch Schwerlastverkehr im Stadtzentrum, insbesondere auf Raiffeisen- sowie Konrad-Adenauer-Straße.

An 16 markanten Punkten hatten Gymnasiasten die Verkehrsströme notiert, innerhalb von acht Stunden wurde jedes Fahrzeug gezählt, auf der B 51, auf Landes- und Kreisstraßen. Daneben gab es Zähl- und Tempoautomaten sowie eine Befragung von 5 000 Verkehrsteilnehmern über Herkunftsort und Ziel.

Der Bauausschuss erfuhr, dass sich im Bereich Twistringen täglich rund 11 000 Fahrzeuge auf der Bundesstraße bewegen, 12 500 auf der Bremer Straße, und im Stadtzentrum wurden sogar 15 000 Fahrten gezählt, auf der Großen Straße in Richtung Süden 11 500, im Bereich der Wildeshauser und der Nienburger Straße fast ebenso viele Fahrzeuge, außerhalb der Stadt sind es auf den Einfallstraßen zwischen 3 000 und 4 000 Fahrzeugen.

Noch eine wichtige Erkenntnis: Der überwiegende Verkehr fließt im Süden über die Nienburger Straße ab. Im Stadtnorden nach Bassum sind morgens zwischen 7 und 8 Uhr gut 500 Kraftfahrer unterwegs, ebenso von 16 bis 17 Uhr. Laut Ingenieurbüro nahm der Straßenverkehr seit 1990 um 25 bis 30 Prozent zu, der Schwerlastverkehr sogar um etwa 56 Prozent.

Von den 5 000 befragten Verkehrsteilnehmern fuhren fast 1 400 in Richtung Bassum, 800 von und nach Bremen, 1 000 von und nach Syke, 600 nach Vechta und 800 nach Sulingen, 600 zwischen Twistringen und Wildeshausen. Ermittelt wurden pro Tag 16 000 Fahrten nach Twistringen hinein und hinaus. Unter dem Strich: 45 Prozent Aus- und 55 Prozent Einpendler. „Die Analyse zeigt, wie wichtig Twistringen als Einkaufsstadt und Zielort für das Umland ist“, sagte Thomas Müller.

Bürgermeister Karl Meyer betonte, Twistringen müsse zügig wieder in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.

Die große Lösung würde der Bund bezahlen. Die kleine Lösung müsse die Stadt wohl selbst finanzieren. Denn das Land Niedersachsen habe kein Geld mehr für einen Straßenneubau.

Bei der kleinen Variante würde die L 342 (Vechtaer Straße) in Mörsen neu an die B 51/ Nienburger Straße (Südring) angebunden. In den nächsten Wochen werden sich die Ratsfraktionen intensiv mit der Verkehrsanalyse beschäftigen.

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