Autor Fabian Lenk gewährt bei Lesung im Gymnasium Einblicke in seine Arbeit

Syker Fragedetektive

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Beantwortete geduldig alle Fragen: Fabian Lenk.

Syke - Von Dennis SchottDie Fünftklässler des Gymnasiums Syke waren ausgesprochen neugierig. Ein Schüler erwies sich bei der Lesung und anschließenden Fragestunde mit Kinderbuchautor Fabian Lenk als besonders forsch. Ob der Schrifsteller ihn denn anrufen würde, wenn der Titel seines nächsten Buches feststeht? Kurzes Gelächter, aber auch diese Frage beantwortete der in Bruchhausen-Vilsen beheimatete Lenk bereitwillig.

Der Wissensdurst war damit aber nicht gestillt. Es ging dabei weniger um die aus der Reihe „Die Zeitdetektive“ vorgestellten Werke „Der falsche König“ und „Der Fluch der Wikinger“ als vielmehr um die Frage, wie man eigentlich Buchautor wird und was das Besondere an dem Beruf ist. „Es hat drei Jahre gedauert, bis ich einen Verlag gefunden habe. Das ist normal, auch wenn es weh tut, wenn die meisten Manuskripte wieder zurückgeschickt werden“, gab Lenk einen Einblick in den schwierigen Einstieg als Buchautor.

Inzwischen hat sich Fabian Lenk einen Namen gemacht. Über 100 Werke entstammen seiner Feder. Angefangen hat der diplomierte Journalist mit Erwachsenen-Romanen, ehe er sich auf Kinder- und Jugendliteratur spezialisierte. Von seinem Beruf als Redakteur hat er sich bis zum 1. Februar beurlauben lassen, um sich vollends auf die Schriftstellerei zu konzentrieren. „Vorher hatte ich eine Sicherheit durch die Festanstellung“, meint der 48-Jährige. Ein Vorteil, den viele andere Autoren nicht hätten, so Lenk.

Verängstigen ließen sich die Schüler davon aber nicht. Im Gegenteil. Sie wollten genau wissen, wie das mit dem Geschichteschreiben so geht. „Lesen Sie selbst viele Bücher?“, fragte eine Fünftklässlerin. Und zur Überraschung erfuhr sie, dass dem nicht unbedingt so ist. „Ich lese viele Fachbücher“, verriet Lenk. Dies sei allerdings der Tatsache geschuldet, dass er sich auf einen Roman genau vorbereiten will. „In einem Buch geht es um einen Raub im Museum. Da habe ich nach den Plänen des Museums recherchiert, um zu sehen, wie man das am besten anstellen könnte“, so Lenk, der es sich überdies zur Aufgabe gemacht hat, sämtliche Namen zu sammeln. „In einem Buch kommen in der Regel zehn Personen vor, bei hundert Büchern sind das tausend Namen. Nicht gerade wenige“, verdeutlichte der Bruchhausen-Vilser.

Lehrer Oliver Sänger, auch für die Bücherei des Gymnasiums zuständig, war der Initiator dieser Lesung. Aufmerksam auf Fabian Lenk war er durch seine Tochter Lara geworden , die zu dieser Zeit die „Zeitdetektive“ las. „Da habe ich gesehen, dass der Autor aus Bruchhausen-Vilsen kommt und ihn eingeladen“, bewertete Sänger die Lesung als eine „runde Sache“. Der Autor widersprach ihm da nicht.

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