Beistand in der letzten Lebensphase

Zwölf neue Hospizhelferinnen

Neue Hospizhelferinnen und ihre Ausbilder: Heide Wolter (v.l.), Ulla Klare-Gockeln, Jutta Zwischenberger, Tanja Kruse-Röhsler, Dieter Stamme, Katarina Föll, Jana Maiwald-McCarthy, Galina Maier, Jutta Schefski, Silvia Hetz, Patricia von Bodecker und Marion Uchtmann.
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Neue Hospizhelferinnen und ihre Ausbilder: Heide Wolter (v.l.), Ulla Klare-Gockeln, Jutta Zwischenberger, Tanja Kruse-Röhsler, Dieter Stamme, Katarina Föll, Jana Maiwald-McCarthy, Galina Maier, Jutta Schefski, Silvia Hetz, Patricia von Bodecker und Marion Uchtmann.

Syke – Pastorin Katja Hedel und Pfarrer Valentin Wieczorek haben am Samstag in der Syker Christuskirche in einer ökumenischen Andacht zwölf neue Hospizhelferinnen begrüßt. Seit August vergangenen Jahres hatten sie sich ausbilden lassen, um Personen mit einer Diagnose, die ein baldiges Lebensende bedeutet, und deren Angehörigen beizustehen.

Patricia von Bodecker hatte zuvor die letzte Unterrichtseinheit im Gemeindehaus mit dem von Vicky Leandros gesungenen Lied „Ich liebe das Leben“ beendet. Ein Motto, das zur Hospizarbeit passt.

Dem Tod den Schrecken nehmen

Galina Maier aus Bruchhausen-Vilsen erlebte in der eigenen Familie, dass „über den Tod nicht geredet wird“. „Ich möchte dazu beitragen, dem Tod den Schrecken zu nehmen“, beschreibt sie ihre Motivation, sich zur ehrenamtlichen Hospizhelferin ausbilden zu lassen.

Jutta Schefski aus Sulingen kümmerte sich beruflich als Krankenschwester um kranke Menschen. „Ich möchte helfen, dass ältere sterbende Menschen in dieser Lebensphase nicht allein sind“, sagt sie.

Tanja Kruse-Röhsler ist über ihren Therapiehund zur Hospizarbeit gekommen. „Über ein Tier erreicht man Menschen recht einfach. Tiere tun Menschen einfach gut, auch im Sterben.“

Raus aus der Grauzone

Silvia Hetz möchte das Thema „Sterben und Tod“ aus der Grauzone hervorholen und für einen unkomplizierten Umgang damit werben.

Allen gemeinsam ist, dass sie fachlich fundiert und mit entsprechendem Hintergrundwissen ambulante Hospizgruppen in ihren Heimatorten unterstützen möchten. Dafür nahmen sie auf sich, an insgesamt 18 Samstagen das Thema Hospizarbeit aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Neben der Theorie standen sechs praktische Einheiten in einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung auf dem Programm.

Angst vor dem Thema verloren

Heide Wolter verkündete als Sprecherin der Syker Hospizgruppe stolz, dass am Samstag bereits die achte Gruppe ihre Ausbildung erfolgreich beendet hat. „Alle, die im August den Kurs begannen, haben ihn jetzt auch erfolgreich beendet“, sagte sie. Das ist offensichtlich nicht immer selbstverständlich. „Die Ausbildung macht etwas mit einem. Die eigene Persönlichkeit verändert sich in der Auseinandersetzung mit dem Tod. Die Angst vor dem Thema habe ich in der Gruppenarbeit verloren“, erklärt Katharina Föll.

Christliche Grundüberzeugung

Alle Teilnehmerinnen stützen sich dabei auf ihre christliche Grundüberzeugung. Menschliche Nähe ist dabei wichtig – in Corona Zeiten allerdings nicht immer darstellbar. In der Christuskirche waren die Bankreihen und Plätzen mit Flatterband als gesperrt gekennzeichnet. Auch bei der Übergabe der Urkunden wahrten die Geistlichen Abstand. Es fehlte das sonst obligatorische Händeschütteln sowie die persönliche Segnung.

Die ambulanten Hospizgruppen in Sulingen, Hoya, Weyhe, Bruchhausen-Vilsen und Bassum freuen sich über neuen Helferinnen. „Aus Syke war leider niemand dabei“, bedauerte Heide Wolter. Diese Gruppe besteht nach ihren Worten derzeit aus 23 Aktiven, die aktuell sechs Personen betreuen.  hom

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