Syker Stadtradler legen in diesem Jahr mehr als 82 000 Kilometer zurück

Zweimal um die ganze Welt

Stadtradeln in Syke: Bürgermeisterin Suse Laue ehrt die fleißigsten Teilnehmer und bedankte sich besonders beim diesjährigen „Star-Radler“ Andreas Schmidt.
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Stadtradeln in Syke: Bürgermeisterin Suse Laue ehrt die fleißigsten Teilnehmer und bedankte sich besonders beim diesjährigen „Star-Radler“ Andreas Schmidt.

Syke – Bürgermeisterin Suse Laue begrüßte am Freitagabend 90 Teilnehmer der diesjährigen Stadtradel-Aktion im Friedeholz auf dem oberen Sportplatz, Corona gerecht mit viel Abstand unter freiem Himmel. Für Syke endet damit eine erfolgreiche vierte Teilnahme an der bundesweiten Aktion mit insgesamt 1 462 teilnehmenden Kommunen.

Privat und beruflich sollen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt werden für Klimaschutz, verbesserte Lebensqualität und last but not least auch für eine Menge Spaß. Die bundesweite Aktion läuft noch bis zum 31. Oktober. Syke war in der Zeit vom 25. Mai bis 14. Juni mit insgesamt 307 Radlern (2019 waren es 248 gewesen) dabei.

Suse Laue zeigte sich erfreut, dass in diesem Jahr erstmals alle Kommunen der Win-Region (Weyhe, Stuhr, Bassum, Twistringen und Syke) teilgenommen haben. „Wir müssen neidlos anerkennen, dass Twistringen mit Abstand die erfolgreichste von den fünf Kommunen war“ stellte die Bürgermeisterin fest.

Dieses Ergebnis zog sich bei ihr bis in die Familie. Nahm doch ihr Ehemann Harm-Dirk Hüppe als Starradler in Twistringen teil. Er brachte es in dieser Zeit auf mehr als 700 Kilometern – im Gegensatz zu den rund 370 die Suse Laue schaffte. „Ich habe meinen Urlaub im Aktionszeitraum genutzt, um mit dem Fahrrad die Mecklenburgische Ostseeküste zu erkunden“, erläuterte Laue.

Die Bürgermeisterin blickte stolz auf eine Reihe von Top-Ergebnissen zurück, die die Erfolge der letzten Jahre noch deutlich verbesserten. In Syke nahmen nicht nur mehr Radler teil – 21 Teams mit insgesamt 82 617 Kilometern in diesem Jahr standen 19 Teams mit 57 005 Kilometern im Jahr 2019 gegenüber. Mit der Aktion sparte Syke zwölf Tonnen Kohlendioxid – gegenüber acht Tonnen im Jahr 2019.

Die teilnehmenden Teams setzten sich aus Angehörigen einzelner Ortschaften, Vereine, Arbeits- oder Sportkollegen oder auch ganzen Familien zusammen. Ein Teamname lautete „Die entspannten Radler“. Suse Laue war überzeugt, dass dieses eigentlich für alle Teilnehmer galt. Bei den Teams siegte, wie im letzten Jahr, der ADFC mit insgesamt 21 Teilnehmern und durchschnittlich 593 Kilometern pro Person. Auch der Einzelsieger Fredy Göldi gehörte diesem Team an. Er alleine legte im Aktionszeitraum 1 920 Kilometer zurück, das entspricht in etwa der Entfernung von Syke zur ungarischen Grenze und zurück. „Ich bin im Urlaub viel gefahren“, bemerkte er dazu. Sein selbst gestecktes Ziel von 150 Kilometern pro Tag erreichte er allerdings nur in der Urlaubszeit. „Ich arbeite in Bremen und fahre meist mit dem Rad. Schlechtes Wetter gibt es für mich nicht, nur falsche Kleidung“, sagte er im Gespräch mit der Kreiszeitung.

In diesem Jahr hat er sein Auto bisher nur an zwei Tagen genutzt. „Einmal davon an meinem Geburtstag, weil die Kollegen erwarteten, dass ich etwas ausgebe. Das konnte ich nicht alles auf dem Fahrrad transportieren“, meinte er lächelnd.

Andreas Schmidt, der als Starradler im Aktionszeitraum seinen Autoschlüssel abgeben musste, stellte fest, dass er die Schönheiten der Syker Landschaft in dieser Zeit noch bewusster wahrgenommen habe. „Es macht Spaß, hier Fahrrad zu fahren. In und um Syke herum gibt es viel Grün und viele Radwege. Einige davon müssten allerdings mal saniert werden. An anderer Stelle würde ich mir zusätzlich Radwege wünschen“, gab er der Bürgermeisterin mit auf den Weg.

Die Sieger in den Kategorien Team mit meisten Kilometern, mit den meisten Radlern, meiste Kilometer pro Teilnehmer und Einzelsieger erhielten von der Bürgermeisterin jeweils ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro.

Fredy Göldi als Einzelsieger spendete diesen Betrag, wie auch bereits im vergangenen Jahr, der Stadt Syke, zweckgebunden für die Anschaffung von Rollern oder Laufrädern für Kindergärten. „Es ist mir wichtig, dass Kinder frühzeitig den Gleichgewichtssinn trainieren und spielerisch ans Radfahren herangeführt werden“, so Göldi.

Von Horst Meyer

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