Gut besuchte Rosenschau

Zwei Tage lang ein Publikumsmagnet in Wachendorf

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Rosenschau in Wachendorf: Seniorchef Detlev Wolters (rechts) hatte nicht nur in diesem Moment alle Hände voll zu tun. Vor fast 40 Jahren hatte er zur ersten Rosenschau eingeladen. Mittlerweile führt sein Sohn Timo den Garten- und Landschaftsbau, er selbst ist Gärtnermeister in der Baumschule.

Wachendorf - Von Horst Meyer. Geschwindigkeitsbegrenzung am Hillenberg in Wachendorf. Eine Wiese zum Parkplatz umfunktioniert. Auf den Parkplätzen Fahrzeuge mit Kennzeichen HB, DEL, VER, NI und sogar SFA und CUX. Auch unbedarft Durchreisende merken: hier ist was los. Rosenschau bei Wolters – auch in diesem Jahr wieder zwei Tage lang ein überregionaler Publikumsmagnet.

Samstag ist „der Tag der Käufer, die auch Beratung wünschen“, so Seniorchef Detlev Wolters. Vormittags konnte das Fachpersonal noch ausführlich beraten. Nachmittags wurde es wegen der Vielzahl von Besuchern schon schwieriger.

Sonntag bot sich dann bereits vormittags ein anderes Bild. Die Parkplätze rund um das Gelände gut gefüllt. In der weitläufigen Anlage überall Besucher. Das Personal ist mehr als ausgelastet. Gastgeber Timo Wolters hat festgestellt, dass „entgegen meinen Erwartungen verstärkt auch wieder Edelrosen und große Stauden gekauft werden. Langstielige rote Rosen mit gefüllter Blüte und Duft gehen gut.“ 

Detlev Wolters sagt: „Auch nach Dienstleistungen wird verstärkt gefragt. Manche Gartenbesitzer fühlen sich mit der Pflege überfordert oder möchten ihren Garten umgestalten.“ Da passt es gut, dass sein Team im Juli Verstärkung durch einen Meister bekommt.

Mit der Hochstammrose in den Oldtimer

Dem Vortrag von Detlev Wolters zu Schnitt und Pflege folgten am Sonnabend rund 30 Zuhörer. Einige meldeten sich dabei auch gleich zu seinem Schnittkurs an.

Am Sonntag wurden die Besucher vormittags von einem am Eingang geparkten Borgward Isabella Coupe begrüßt. Später war zu beobachten, dass die Besitzer versuchten, eine gekaufte Hochstammrose darin unterzubringen. Kein einfaches Unterfangen.

Inge und Werner Orthmann waren mit dem Rad aus Barrien gekommen und wollten einfach mal schauen. Hans-Peter Schröder aus Syke reiste mit dem Vespa-Roller an. Er interessierte sich speziell für Hochstammrosen. Die Freundinnen Monika Kuhr aus Syke und Astrid Cohrs aus Weyhe kamen mit konkreten Vorstellungen und wurden fündig. Monika Kuhr: „Ich wollte eine Beetrose in einem bestimmten Rot. Die Gärtnerfreude entsprach genau diesen Vorstellungen.“ Astrid Cohrs: „Bei mir wurde es die Kletterose Laguna“. Beide sprachen begeistert von der großen Auswahl und der kompetenten Beratung.

Leckeres Essen und Getränke

Was wäre eine Rosenschau ohne Essen und Trinken? Der Bürgerverein Wachendorf bot Kaffee und reichlich Kuchen an. Mit der Resonanz waren Manfred Rinas und Hans-Hermann Lindhorst sehr zufrieden. Kunsthandwerk rundete das Angebot auf dem Gelände des Gartenbaubetriebs ab. 

Der Verein Erlebnis Ristedt bot an einem Stand gefilzte und gestrickte Erzeugnisse. In einem weiteren Stand verkaufte Renate Brüning selbst gemachte Marmeladen, Sirup und Liköre. „Alle Zutaten kommen aus dem eigenen Garten“ verkündet sie stolz. Karin Vossmann bot letzte Holz- und Metallarbeiten ihres vor kurzem verstorbenen Ehemannes an. „Die Nachfrage hier hat mich angenehm überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Es ist besser als auf so manchem Kunsthandwerkermarkt.“

Wer noch mehr idyllische Natur genießen wollte, machte sich auf den Weg zum 400 Meter entfernten Rosarium. Am Samstag gab dort Johann Meyer von der Rosarium Betriebsgesellschaft Auskunft zum Sachstand und zu den weiteren Planungen. Die Fachwerkscheune ist in Grundrissen bereits erkennbar. Im Juli wird weiter gebaut. Zum Jahresende soll die äußere Gebäudehülle dicht sein. Der Innenausbau wird in den nächsten Jahren in Angriff genommen. Bis Anfang September ist das Gelände an jedem Wochenende sonnabends und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

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