Herbert Wagenfeld, Heinrich Schweers und Rolf Seifarth sind drei echte Barrier Urgesteine

Zwei Jahrhunderte TSV

200 Jahre TSV Barrien werden auf dem Foto von dem Vereinsvorsitzender Gerd Mey (l.) und Stellvertreter Klaus Nienaber (r.) eingerahmt: Herbert Wagenfeld (v.l.) ist seit 60 Jahren Mitglied, Heinrich Schweers und Rolf Seifarth gehören dem Verein sogar schon seit 70 Jahren an. Foto: Heiner Büntemeyer

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Der Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ war bei der Jahreshauptversammlung des TSV Barrien vor einigen Wochen (wir berichteten) ungewöhnlich umfangreich. Im ersten Teil wurden mehr als 50 Mitglieder für besondere sportliche Erfolge geehrt, danach folgte die Ehrung der langjährigen Mitglieder. Fast 30 Mitglieder hatten ihre Urkunden, Ehrennadeln und den Beifall der Anwesenden für 25 und mehr Mitgliedsjahre bekommen, als der Vorsitzende Gerd Mey und Stellvertreter Klaus Nienaber Herbert Wagenfeld, Rolf Seifarth und Heinrich Schweers baten, zum Podium zu kommen.

Damit standen plötzlich insgesamt 200 Jahre TSV Barrien vor den Anwesenden: Herbert Wagenfeld gehört dem Verein seit 60 Jahren an, Rolf Seifarth und Heinrich Schweers sogar schon seit 70 Jahren. Und alle drei waren nicht nur zahlende Mitglieder. Jeder von ihnen verkörperte einen Teil der mehr als 100-jährigen TSV-Historie.

Herbert Wagenfeld gehörte zu der erfolgreichen Fußball-Mannschaft, die in den 60er- Jahren regelmäßig in der Spitzengruppe der damaligen Bezirksklasse mitspielte. Aber er war nicht nur erfolgreicher Fußballspieler, er trainierte auch Jugendmannschaften des Vereins, der 1969 mit zwölf Jugendmannschaften an den Punktspielrunden teilnahm. Kein anderer Verein im NFV-Kreis stellte damals so viele Teams. Die von Herbert Wagenfeld trainierte C-Jugend wurde in dem Jahr Kreismeister.

Dem Fußball verbunden war auch Rolf Seifarth. Er gehörte zu den Mitgliedern, ohne die große sportliche Erfolge nicht möglich sind, auch wenn sie nicht aktiv auf dem Platz stehen. Rolf Seifarth engagierte sich auf seine Weise und übernahm Verantwortung. Er war Schiedsrichter, Betreuer, Spartenleiter und gehörte als Sportwart von 1979 bis 1982 auch dem engeren Vorstand an. Dass der 1955 fertiggestellte Betonplatz im Barrier Volksmund als „Rollschuhplatz“ bezeichnet wurde, war auch darauf zurückzuführen, dass Rolf Seifarth auf diesem Allwetterplatz Rollschuhtraining anbot. Er organisierte Turniere und Vereinsfeste und war jahrelang die „rechte Hand“ des damaligen Vorsitzenden Heinz Hüneke.

Wenn es in den 60ern schon sportliche Idole gegeben hat, dann gehörte Heinrich Schweers dazu. Er war der wohl erfolgreichste Torschütze der bisher erfolgreichsten Fußballmannschaft des Vereins. Schon 1956 war er dabei, als die A-Jugend Kreis- und Bezirksmeister wurde und sich für die Teilnahme an der Niedersächsischen Landesmeisterschaft qualifiziert hatte. Er war Mittelstürmer vom Typ Uwe Seeler. Er war erfolgreich, erzielte Tore aus allen Lagen, und sogar seine Gegner lobten seine faire Spielweise. Mit ihm gelang dem TSV Barrien ab 1959 der Durchmarsch aus der Kreisklasse A in die 1.  Kreisklasse, die Bezirksklasse bis in die Bezirksliga. Auch für Heinrich Schweers war es selbstverständlich, Jugendmannschaften zu trainieren. Damit trat er in die Fußstapfen seines Vaters, denn Albert Schweers war bis zum Ende der 50er-Jahre Fußball-Jugendleiter im TSV Barrien. Und weil es im TSV Barrien außer Fußball kaum sportliche Angebote gab, war er gleichzeitig der erste Vereinsjugendleiter.

Für alle drei Jubilare hat die Vereinstreue einen hohen Stellenwert. Obgleich sie schon seit einigen Jahren nicht mehr sportlich aktiv sind, sind sie Mitglieder des Vereins geblieben, mit dem sie so viele unvergessliche Erinnerungen verbinden.

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