Barrier Kirchengemeinde stellt Umbaupläne vor

Die Zukunft des alten Pfarrhauses: Kinder!

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Nach den aktuellen Umbauplänen bleibt die Optik des alten Pfarrhauses in Barrien weitgehend erhalten. Lediglich an die südliche Giebelwand – auf dem Bild links – würde ein rund 60 Quadratmeter großer Bereich angebaut.

Wenn jetzt der Syker Stadtrat grünes Licht gibt und die Landeskirche ihre an Auflagen gebundenen finanziellen Zusagen einhält, dann bleibt den Barriern ihr altes Pfarrhaus tatsächlich erhalten.

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. „Die Ampel steht noch nicht auf Grün, aber Grün flackert schon durch“, beschrieb Hartwig Seevers den aktuellen Sachstand. Es habe seinerzeit einen Aufschrei gegeben, als Pläne laut wurden, das alte Pfarrhaus abzureißen, weil dafür nach dem Neubau des „Hachehuus“ keine Verwendung mehr bestand. Da sich eine Nachnutzung als Schulmensa oder Kinderhort als nicht realisierbar erwiesen hatte, sorgte der Mangel an Syker Kita-Plätzen für eine mögliche Lösung. Der Syker Architekt Jürgen Schlage wurde beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für die Umgestaltung des alten Pfarrhauses in eine Kindertagesstätte zu erarbeiten.

Diesen Entwurf stellte Schlake den zahlreichen Besuchern, darunter auch Bürgermeisterin Suse Laue und die Ortsbürgermeister Claus Ahlers aus Gessel und Manfred Nienaber aus Barrien, vor.

Als Vorgabe bei der Planung habe er versucht, möglichst wenige Eingriffe in den Gebäudebestand vorzunehmen und tragende Wände zu erhalten. „Das schützt uns auch vor unliebsamen Überraschungen“, so Schlake.

Aus Konfirmandensaal wird Schlaf- und Waschraum

Da die vorhandenen Räume nicht dem Raumprogramm für Kindertagesstätten entsprechen, muss ein Anbau erfolgen. Diese etwa 60 Quadratmeter große Erweiterung wird im Holzrahmen-Bauweise an die südliche Giebelwand angebaut. Damit kann gleichzeitig die marodeste Wand des Hauses saniert werden.

Der bisherige Konfirmandensaal wird in einen Schlaf- und Waschraum geteilt, die Treppe ins Obergeschoss verschwindet. Der hintere Eingang führt in die Küche und bleibt ebenso erhalten wie der bisherige Haupteingang. Auch die alten Fenster bleiben erhalten, sodass sich das Gebäude optisch nur an der Südseite verändert, wo der relativ kleine Anbau von der sanierten Giebelwand überragt wird. Diese Dominanz sei ganz bewusst so geplant, so Schlake.

Das Obergeschoss wird durch eine hinter dem Anbau liegende Außentreppe erreicht. Dort soll eine etwa 120 Quadratmeter große Wohnung entstehen, die ihren „besonderen Charme“ durch die über dem Anbau gelegene Dachterrasse bekommt.

Kita soll im August 2020 bezugsfertig sein

Diese Planung, die auch die Zustimmung der Zuhörer fand, sei bereits zwischen Kirchenvorstand und Verwaltungsausschuss abgestimmt. Das Projekt müsse sich selbst finanzieren und innerhalb der Laufzeit des Mietvertrages amortisieren, so Seevers.

Wenn dann die Ampel auf Grün geschaltet ist, werde sofort der Bauantrag gestellt, um im Frühjahr mit den Umbauarbeiten beginnen zu können. „Am 1. August 2020 sollte die Kita bezugsfertig sein. Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel“, so Seevers.

Nach wie vor bleibt die Suche nach Parkplätzen in der Barrier „City“ problematisch. Die Planer stellten verschiedene Varianten vor, die noch mit der Stadtverwaltung abgestimmt werden müssen.

Hartwig Seevers wagte trotzdem schon eine Prognose: „Das Chaos bleibt.“

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