Zu alte Zahlen – zu wenig differenziert

Teilnehmer kritisieren Bürgerbeteiligung zum Mobilitätskonzept

Die Hauptstraße vom Mühlendamm bis zum Grevenweg in beide Richtungen befahrbar: Diese Empfehlung empfanden die meisten Teilnehmer der jüngsten Bürgerbeteiligung zum Mobilitätskonzept als ausgesprochen unsinnig. Einen alternativen Vorschlag wollen die Fachplaner jetzt prüfen: Die Einbahnstraße in diesem Abschnitt beizubehalten und den Verkehr über den Grevenweg abfließen zu lassen.
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Die Hauptstraße vom Mühlendamm bis zum Grevenweg in beide Richtungen befahrbar: Diese Empfehlung empfanden die meisten Teilnehmer der jüngsten Bürgerbeteiligung zum Mobilitätskonzept als ausgesprochen unsinnig. Einen alternativen Vorschlag wollen die Fachplaner jetzt prüfen: Die Einbahnstraße in diesem Abschnitt beizubehalten und den Verkehr über den Grevenweg abfließen zu lassen.

Syke – Viel Geduld mussten Mittwochabend die Teilnehmer der Info-Veranstaltung zum Mobilitätskonzept aufbringen, ehe sie im Ratssaal selbst zu Wort kamen.

Fast anderthalb Stunden wiederholten die Referenten von den Fachplanungsbüros PGV Alrutz und Zacharias Verkehrsplanung, was sie schon bei der ersten Bürgerbeteiligung im Frühjahr – vor der Erstellung des Konzeptentwurfs – vorgetragen hatten. Ergänzt um ihre Empfehlungen, die sie seitdem erarbeitet hatten und über die wir in den letzten Tagen in einer dreiteiligen Reihe berichtet haben. Ganze 20 Minuten hatten dann die Teilnehmer Zeit, sich selbst dazu zu äußern. In Kleingruppen-Diskussionen zu den drei Themenfeldern Hauptstraße/Innenstadt, Radverkehr und Mobilität im ländlichen Raum.

Erwartungsgemäß war die Gruppe Hauptstraße / Innenstadt die am stärksten besuchte. Kritik gab es sowohl an einer konkreten Empfehlung aus dem Konzeptentwurf als auch an der generellen Herangehensweise der Planer: Der Vorschlag, an der Hauptstraße eine weitere Durchfahrtsperre noch vor der Z-Kreuzung zu installieren, stieß zwar auf grundsätzliche Zustimmung. Die Empfehlung, diesen Abschnitt in beide Richtungen für Autos befahrbar zu machen, hielten die Teilnehmer hingegen für ausgesprochen unsinnig.

Grundsätzliche Kritik am Zahlenwerk der Planer in Syke

Von ihnen kam der Alternativvorschlag, die Einbahnstraße beizubehalten und den Verkehr vor der Sperre über den Grevenweg abfließen zu lassen. Eine Variante, die Fachplaner Felix Bögert laut eigener Aussage überlegt, aber wieder verworfen habe. Er sagte zu, diese Möglichkeit erneut zu prüfen.

Grundsätzliche Kritik gab es an dem Zahlenwerk, mit dem die Planer zu Werk gegangen sind. Das sei nicht differenziert genug und vor allem zu alt. „Wir müssen wissen: Wie viele fahren da nur durch – die wir verhindern wollen – und wieviele fahren da gezielt hin?“, brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt.

Teilnehmer empfinden Aussagen der Planer als widersprüchlich

Genau diese Unterscheidung liefern die vorhanden Zahlen aber nicht, räumte Felix Bögert offen ein. Und: „Die aktuellsten Zahlen zur Hauptstraße stammen von 2017. Wir hätten selber viel intensiver zählen müssen.“ Das sei pandemiebedingt aber nicht möglich gewesen. „Das ist ein Bereich, der jetzt kommen muss: „Wir müssen auf jeden Fall nachzählen.“

Als widersprüchlich und nicht vereinbar empfanden die Teilnehmer die Aussagen der Planer, sie sähen den vorderen Bereich der Hauptstraße in erster Linie als Fußgängerzone mit Anliegerverkehr, aber auch als wichtige Achse für den Radverkehr.

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36 Teilnehmer hatten sich angemeldet. 22 waren gekommen. „Zu wenig für ein aussagekräftiges Meinungsbild“, hieß es aus den Reihen der Teilnehmer selbst. Bei der zweiten Bürgerbeteiligung am 1. Dezember soll das anders werden: Die ist als Online-Veranstaltung geplant. Laut Stadt gibt es dafür deutlich mehr Anmeldungen.

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