Baubeginn im Juni

Goldhort glänzt ab Sommer 2019 im Museums-Monolithen

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Das Gelände am Kreismuseum in Syke verändert sich. Für den Gesseler Goldhort, den 3 300 Jahre alten Schatz, und die Pipeline-Archäologie entsteht ein neuer Anbau. Baubeginn dafür ist voraussichtlich im Juni.

Syke - Von Anke Seidel. Im Sommer nächsten Jahres soll er im neuen MonolithenAnbau des Kreismuseums glänzen: Ein Großteil des Gesseler Goldhortes, dieses rund 3 300 Jahre alten Schatzes, soll dann zur Eröffnung zu bewundern sein. Rückenwind für das historische Projekt hat der Betriebsausschuss des Kreismuseums am Dienstag entfacht, indem er – in nichtöffentlicher Sitzung – sechs Gewerken für den Bau seine Zustimmung erteilte. Zwei weitere müssen erneut ausgeschrieben werden.

Das berichtete Thomas Stahl als Koordinator der Kulturbetriebe des Landkreises Diepholz auf Anfrage. Der zunächst für April geplante Baubeginn verschiebt sich demnach auf den Monat Juni.

Die insgesamt acht Gewerke für den Bau des Monolithen, den das Architektenbüro Freitag-Hartmann-Sinz (Berlin) entworfen und damit den ersten Preis im Architekten-Wettbewerb gewonnen hatte, waren bereits im Januar ausgeschrieben worden. Auftragsvolumen: knapp zwei Millionen Euro.

Zwei weitere Ausschreibungen

Im Februar sei die Submission erfolgt, so Thomas Stahl, dann seien die sechs Lose – Gewerke – vergeben worden. „Bei zwei Losen ergab sich das Problem, dass das günstigste Angebot erheblich über dem Schätzpreis lag“, so der Koordinator der Kulturbetriebe. Das liege in der Konstruktion des Baus begründet – sowohl im Dachbereich als auch bei der Verkleidung. „Da wird jetzt umgeplant“, berichtete Stahl – und betonte: „Der Charakter und die Struktur des Gebäudes bleiben erhalten.“

Auch wenn diese beiden Gewerke neu ausgeschrieben werden müssen: Der Koordinator ist zuversichtlich, dass alle Besucher aus dem Landkreis Diepholz und darüber hinaus eine reale Chance haben, im Sommer 2019 im rund 400 Quadratmeter großen Anbau des Kreismuseums den großen Teil des Goldhorts bewundern zu können. Etwa ein halbes Jahr soll er dort gezeigt werden, bevor er zurückkehrt ins Landesmuseum Hannover. Aber auch künftig sollen Original-Teile dieses Schatzes als Dauerausstellung im Kreismuseum zu sehen sein.

Der Landkreis rechnet mit zahlreichen Besuchern, denn der Fund dieses 117 Teile umfassenden Schatzes war 2011 eine Sensation gewesen – zumal das Gold, das vor 3300 Jahren in der heutigen Feldmark von Syke-Gessel vergraben worden war, nachweislich aus dem heutigen Kaukasus stammt.

800.000 Euro Spenden

Noch in diesem Sommer, so Thomas Stahl, will der Landkreis mit der Erarbeitung einer Öffentlichkeits- und Werbestrategie für das Goldhort-Museum beginnen, in dem bekanntlich auch die Pipeline-Archäologie, also die Arbeit und die Funde beim Bau der NEL, der Nordeuropäischen Erdgasleitung, dargestellt werden.

Genau das lässt sich der Landkreis einiges kosten – exakt 3,14 Millionen Euro. Dafür sollen Rücklagen der Kreismusikschule in Höhe von 530.920 Euro sowie der Kreis-Volkshochschule in Höhe von 1,277 Millionen Euro investiert werden – ebenso wie 580.000 Euro Eigenmittel des Kreismuseums.

Außerdem fließen Spenden in Höhe von 800.000 Euro in das Projekt.

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