SERIE Die Ortsbürgermeister – Folge 1: Horst Hickmann, Heiligenfelde

Ziel: Wieder in die Spur kommen

Neu im Bürgermeisteramt – aber im Ort längst eine Institution: Horst Hickmann ist Ortsbürgermeister von Heiligenfelde.
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Neu im Bürgermeisteramt – aber im Ort längst eine Institution: Horst Hickmann ist Ortsbürgermeister von Heiligenfelde.

Heiligenfelde – Horst Hickmann ist in Heiligenfelde eine Institution. Engagiert in vielen gesellschaftlichen Bereichen, sei es im Sport, beim Dorfgemeinschaftshaus oder auch in der Kommunalpolitik. Seit November 2021 jetzt auch als Ortsbürgermeister.

Die kommunalpolitischen Anfänge gehen zurück ins Jahr 2016. Seinerzeit überzeugte Andreas Schmidt von der Freien Wählergemeinschaft ihn, für den Ortsrat Heiligenfelde zu kandidieren. „Von null auf zwei“, beschreibt er sein damaliges Ergebnis, mit den zweitmeisten Wählerstimmen. Die Ortsratsmitglieder wählten ihn dann auch zum stellvertretenden Ortsbürgermeister hinter Wilken Hartje.

Aus der diesjährigen Kommunalwahl ging er mit 357 Stimmen als Sieger hervor. Das mit jeweils zwei Vertretern der FWG und der CDU sowie einer Vertreterin der SPD besetzte Gremium wählte ihn daraufhin zum Vorsitzenden. Nach seinen Worten ist allerdings in Heiligenfelde die Parteizugehörigkeit sekundär. Primär möchten alle Ortsratsmitglieder erreichen, dass man gerne in Heiligenfeld lebt.

Als gelungene Projekte in der letzten Wahlperiode fallen ihm die Herstellung des Parkplatzes am DGH, die Aktion „Ein Dorf stellt sich vor“ im Jahr 2018 und auch die Weiterentwicklung der Ortsplanung mit dem Baugebiet „Heiligenfelder Kämpe“ ein. Mit gewissem Stolz stellt er fest, dass es gelungen sei, die Aktion „Ein Dorf räumt auf“ wieder zu beleben.

Hickmann sieht das rege Vereinsleben als ein starkes Argument für Heiligenfelde, das aktuell allerdings durch die Pandemie ziemlich gelitten hat. „Wieder in die Spur kommen“ sieht er als eine Herausforderung für die nächsten Jahre in der jetzt begonnenen Wahlperiode.

Eine weitere Herausforderung stellt für ihn der Erhalt der guten Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, einem Arzt, Schule und Kindergarten dar. „Eine Apotheke wäre noch schön“, wünscht er sich zur Optimierung.

Zur Weiterentwicklung des Ortskerns stellt Hickmann sich die Realisierung des geplanten Baugebietes „Südlich der Königstraße“ vor, sobald die „Heiligenfelder Kämpe“ abgeschlossen ist. Vom Bau des geplanten neuen Feuerwehrhauses verspricht er sich eine Attraktivitätssteigerung für die Feuerwehr und damit auch langfristig die Sicherstellung des ehrenamtlichen Hilfsangebots im Dorf.

Ein wesentliches Angebot in der Infrastruktur stellt für ihn auch das vom Sportverein und vom Schützenverein ehrenamtlich betriebene DGH dar. „Wir müssen die Möglichkeiten, die das DGH uns als Treffpunkt bietet, konsequent nutzen, damit wir am Jahresende eine schwarze Null schreiben“, sieht er auch hier noch Optimierungsmöglichkeiten.

Hickmanns Hauptanliegen in der politischen Arbeit ist: „Heiligenfelde muss für alle 1 450 Einwohner in den unterschiedlichen Altersgruppen attraktiv bleiben.“ Seine kommunalpolitischen Aktivitäten beschränken sich daher auch auf den Ortsrat.

Auch in seiner neuen Rolle als Ortsbürgermeister sieht er sich als Teamplayer: „Wir können nur etwas erreichen, wenn wir als Ortsrat mit einer Stimme sprechen.“

Im Hauptberuf arbeitet Horst Hickmann mittlerweile als Angestellter des Landes Niedersachsen beim Syker Finanzamt. Zuvor wirkte er rund 20 Jahre als Meister im Bremer Mercedes-Werk. Im SV Heiligenfelde betätigt er sich im Vorstand als dritter Vorsitzender.

Der örtlichen Feuerwehr und dem Schützenverein gehört er nach eigenen Worten „nur“ als passives Mitglied an. Seine Mitarbeit beschränkt sich allerdings oftmals nicht auf organisatorische Fragen. Wenn’s beim DGH etwas anzupacken gibt, ist Horst Hickmann oftmals an vorderster Front dabei.

Von Horst Meyer

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