Hartje für Wasserversorgungskonzept

Ziel: Faire Regelung

Kreislandwirt Wilken Hartje ist für das Wasserversorgungskonzept.
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Kreislandwirt Wilken Hartje ist für das Wasserversorgungskonzept.

Landkreis Diepholz – Kreislandwirt Wilken Hartje begrüßt die Erarbeitung eines Wasserversorgungskonzepts für den Landkreis Diepholz: „Unsere Berufsvertretung unterstützt das.“ Denn Ziel müsse eine faire Regelung für den Wasserverbrauch sein.

Wie bereits berichtet, stehen Landwirte wegen der Beregnung ihrer Felder bei einigen Bürgern in der Kritik. „Aber der Verbrauch von Trinkwasser und Beregnungswasser liegt ja noch sehr weit auseinander“, kommentiert Wilken Hartje die Tatsache, dass von mehr als 55 Millionen Kubikmeter Grundwasser, die pro Jahr aus 759 Brunnen im Landkreis gefördert werden, immerhin 59 Prozent in die Trinkwasserversorgung und 24 Prozent in die Feldberegnung der Landwirtschaft fließen.

Ob Feld-, Sportplatz- oder Frostschutzberegnung: „Der Landkreis hat für 611 aktive Standorte Erlaubnisse mit einem Volumen von 22,6 Millionen Kubikmeter Jahresentnahmemenge erteilt“, berichtet die Kreisverwaltung zum aktuellen Stand der Brunnen für Beregnungen.

Der Kreislandwirt gibt grundsätzlich zu bedenken: „Das meiste Wasser nehmen doch Dusche und Toilette weg.“ Das wolle er auf keinen Fall kritisieren, betont Wilken Hartje. Aber viele seiner Berufskollegen seien auf eine gute Ernte angewiesen – und deshalb, je nach Kultur, auf die Feldberegnung: „Der Mais zum Beispiel setzt jetzt gerade Körner an.“ Er selbst, sagt der Kreislandwirt, setze jedoch bewusst keine Feldberegnung ein.

Grundsätzlich aber sei es so, „dass dieses Wasser ja in der Region bleibt“. Will heißen: Was die Pflanzen nicht verbrauchen, sickere in den Boden und lande dann wieder in den Gräben: „Es steht der Natur wieder zur Verfügung.“

Anders sei das mit dem verbrauchten Trinkwasser aus Dusche, Toilette und anderen Haushaltsbereichen. Das lande nach der Behandlung in der Kläranlage in den Vorflutern und am Ende in der Nordsee: „Dann kommt es vielleicht durch den ganz, ganz großen Kreislauf wieder“, beschreibt Wilken Hartje globale Wetterlagen.

Zurück zur Feldberegnung: „Wir wissen, dass es nicht so bleiben kann wie in den vergangenen zehn Jahren“, betont der Kreislandwirt. Wenn sich der Grundwasserstand ändere, müssten sich auch die Genehmigungen ändern: „Nichts ist in Stein gemeißelt.“  sdl

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