Zeit zu gehen – Zeit zu bleiben

Ines Michalowski verlässt nach acht Jahren Vorstand des Landfrauenvereins

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Sie gab es bislang nur zusammen, nun muss Birgit Thalmann (r.) bei der Vorstandsarbeit auf Ines Michalowski verzichten. 

Syke/Leeste - Von Marc Lentvogt. War es Liebe auf den ersten Blick? „Auf jeden Fall.“ „Unbedingt!“ Ines Michalowski und Birgit Thalmann sind sich einig. Waren sie schon immer, seit sie sich vor über einem Jahrzehnt beim Landfrauenverein Syke kennengelernt haben. Damals wurden sie Beisitzerinnen im Vorstand. Auf der Versammlung sahen sie sich erstmals, seitdem sind sie zu guten Freundinnen geworden.

„Wir wussten als Beisitzer nicht mal, was ein Kreisverband ist.“ Birgit Thalmann erzählt mit einem breiten Lächeln im Gesicht von der Anfangszeit ihres ehrenamtlichen Engagements im Verein. Bald darauf war die Stelle der Vorsitzenden vakant. „Da haben wir gesagt: zusammen oder gar nicht.“ Acht Jahre sind seitdem vergangen, in denen Thalmann und Michalowski die Chance hatten, eigene Akzente zu setzen.

Als besondere Leistung wollen sie das nicht verstanden wissen. „Die Medien sind zu einem Schwerpunkt geworden“, stellt Michalowski fest. Doch das habe sich aus der Zeit heraus ergeben – ihre Vorgängerin hätte dieses Thema auch bewältigt, es war nur ihrerzeit kein Thema.

Gleiches gelte für viele Kurs- und Fahrtenangebote. „Wenn wir früher eine Spargelfahrt nach Nienburg gemacht haben, war der Bus sofort voll. Heute brauchen wir da niemandem mehr mit kommen“, erklärt Thalmann. Ihre Aufgabe war es nicht, an Liebgewonnenem festzuhalten, sondern das zu tun, was im Verein gefragt ist.

Birgit Thalmann macht noch vier Jahre weiter

Dazu gehört auch, dass die Amtszeit irgendwann enden muss. „Veränderungen bringen den Verein voran“, argumentiert Michalowski, die gemeinsam mit Thalmann schon vor vier Jahren beschlossen hatte, dass eine der beiden Frauen den Vorstand verlassen wird. Sie freut sich nun, neue Projekte in Angriff zu nehmen. Auf dem Hof ihrer Familie soll ein Veranstaltungsraum entstehen, langfristig ist ein Café denkbar.

„Vereinsmäßig wird nichts fehlen“, fügt Thalmann hinzu. Menschlich aber sehe das schon anders aus. „Ich nehme auf Fahrten immer Einzelzimmer. Aber mit Ines hatte ich Doppelzimmer. Das hat gepasst.“ Es ist ein Hauch von Wehmut inmitten eines Rückblicks, der von Freude und Dankbarkeit erfüllt ist.

Nach der Trennung von einer langjährigen Vorsitzenden stellt sich natürlich die Frage: Wie geht es weiter? Die Antwort ist eindeutig: so wie immer. Michalowski und Thalmann freuen sich auf die Beiträge der neuen Vorstandsmitglieder Sandra Landsberg und Carmen Schumacher.

Auch mit verändertem Personal ist das Ziel, nah am Puls der Zeit zu sein. Der nächste Schritt ist die neu geschaffene Möglichkeit, online per Formular Landfrau zu werden: „Da wird dann eine Mail an, ich weiß gar nicht wen geschickt.“ Eines aber ist sicher, fügt Michalowski hinzu: „An mich nicht.“ Mit einem lauten Lachen verabschieden sich Thalmann und Michalowski von der gemeinsamen Vorstandsarbeit.

www.landfrauen-syke.de

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