Zahl sinkt drei Jahre in Folge leicht

Immer weniger Hartz-IV-Bezieher

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Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger sinkt. Grafik: zds

Landkreis Diepholz - Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger im Landkreis Diepholz nimmt stetig, aber nur in kleinen Schritten ab. Am 31. Dezember 2014 gab es 371 Bezieher von Hartz IV weniger, als dies noch am 31. Dezember 2011 der Fall war. Das geht aus einem Bericht des Zeitungsdienstes Südwest hervor.

Zum Ende vergangenen Jahres lebten demnach 11565 Menschen im Landkreis Diepholz von Hartz IV, im Amtsdeutsch: Arbeitslosengeld II. Der Regelsatz beträgt aktuell 399 Euro pro Monat.

Auffallend ist, dass die Zahl der nichtdeutschen Bezieher gegen den Trend gestiegen ist. Von 1655 im Jahr 2011 auf 1995 zum Ende des vergangenen Jahres. Hinter dem Anstieg vermutet der Geschäftsführer des Jobcenters Diepholz, Bernd Jobs, das Freizügigkeitsgesetz der EU, das auch für Deutschland gilt. Es ermöglicht EU-Bürgern, sich hier niederzulassen, zu arbeiten und auch Leistungen des Sozialstaats zu beziehen.

Flüchtlingsströme vermutet Jobs nicht hinter dem Anstieg von 2011 bis 2014. Doch allein in diesem Frühjahr sei die Zahl der Hartz-IV-Bezieher um rund 100 durch Flüchtlinge gestiegen. Das liege daran, dass das Asylbewerberleistungsgesetz neu geregelt wurde.

Nun erhalten alle Flüchtlinge, die „die Dauer des Aufenthalts nicht rechtsmissbräuchlich selbst beeinflusst haben“, nach 15 Monaten Leistungen entsprechend zu Hartz IV, teilt der Flüchtlingsrat Niedersachsen dazu mit.

Formal unterliegen sie noch dem Asylbewerberleistungsgesetz und erhalten Geld vom Sozialamt – nicht vom Jobcenter. Doch wenn Flüchtlinge 18 Monate im Land sind, erhalten sie ihr Geld vom Jobcenter und tauchen in der Hartz-IV-Statistik auf.

zds/bor

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