Wunschzettelbaum der Bürgerstiftung / 118 Geschenke / Mehr als 2014

Die Sache mit den Wünschen

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Die Geschenkeverteiler der Bürgerstiftung: (v.l.) Annette Amelung, Carola Damm-Heuser, Christiane Tesch, Dr. Henning Schwarze und Brigitte Haase.

Syke - Von Detlef Voges. Einmal im Jahr sieht es im Esszimmer von Brigitte Haase aus wie in einem großen Geschenkeladen. Dann stapeln sich die Präsente übereinander, und selbst Enkel Sverre möchte, dass Oma endlich aufräumt. Macht Oma auch, sind die Geschenke doch das Ergebnis der Wunschzettel-Aktion der Bürgerstiftung.

118 Wunschzettel gab es, und damit 18 mehr als im vergangenen Jahr. Davon konnte die Bürgerstiftung 90 Wünsche erfüllen. 28 sind übrig geblieben. Auch deren Absender erhalten Geschenke (aus Mitteln der Stiftung), aber nicht die, die sie sich erhofft haben.

Seit 2009 verteilt die Bürgerstiftung Geschenke an bedürftige Kinder. Vermittler ist der Wunschzettelbaum. An dem hängen die Wünsche der Kinder, fein säuberlich auf Zetteln getextet und gestaltet. Der Baum steht immer im Foyer der Kreissparkasse während der Weihnachtlichen Kulturtage. Dort können sich dann Spender bedienen, die Wünsche erfüllen und die Präsente im „Sammellager Haase“ abgeben.

Dort nahmen gestern die Stiftungsmitglieder Annette Amelung, Christiane Tesch, Carola Damm-Heuser, Brigitte Haase und Dr. Henning Schwarze ihr Kontingent in Empfang, um es bei den Empfängern abzuliefern. „Da waren wieder ganz schön teure Wünsche dabei“, meinte Brigitte Haase und sprach ganz offen von Summen, die manchen Geldbeutel überfordern. Etwa ein Fahrrad oder ein Kettcar. Um das zu verhindern, hatte die Stiftung von vornherein eine Obergrenze von 30 Euro festgelegt.

Angekommen ist das in den Köpfen mancher Kinder offenkundig nicht. „Wenn ein Fünfjähriger auf seinem Wunschezettel Air-Max Schuhe von Nike im Preis zwischen 99 und 180 Euro ankreuzt, wundere ich mich schon“, sagt Carola Damm-Heuser.

Andere Kinder wollten 30 Euro in bar für einen Wintermantel oder einen Trainingsanzug – in der Erwachsenen-Größe 52.

Die Stiftung möchte diese Entwicklung stoppen und ab 2016 zum Beispiel nur Kinderwünsche (bis zum Alter von 14 Jahren) zulassen. In diesem Jahr waren auch Jugendliche dabei.

Auf der Wunschliste stehen neben Klassikern wie Lego und Duplo auch immer wieder Figuren oder Puppen aus TV-Serien. Was auf den Wunschzetteln steht, hängt dann davon ab, was gerade im Fernsehen läuft.

Trotz der zunehmenden Ausreißer bei der Wunschbestellung will das Team weitermachen. Es hält an der Idee des Schenkens für Bedürftige fest.

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