5274 Euro für Beerdigung

Würdiger Abschied für Uwe Sonnenberg - überwältigende Spendenbereitschaft

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Sarah Specht (links) und ihre Geschwister sind dankbar für die Spenden für die Beerdigung ihres Vaters.

Syke – Sarah Specht ist überwältigt: 5 274 Euro haben mitfühlende Menschen für die Beerdigung ihres Stiefvaters Uwe Sonnenberg gespendet. Der 28-Jährigen aus Syke-Heiligenfelde ist damit eine große Last von der Seele genommen.

Die junge Mutter von zwei Kindern (vier und zwei Jahre alt) sowie ihre beiden Geschwister (21 und 15 Jahre) wusste nicht, wie sie die Bestattungskosten aufbringen sollten. Die Verzweiflung war groß.

Wie berichtet, hatte das zuständige Amt eine Kostenübernahme abgelehnt. Denn die 28-Jährige hatte selbst Kontakt zum Bestatter aufgenommen und damit – unwissentlich – auch die finanzielle Verantwortung für die Beisetzung. Mehr als zwei Wochen hatte ihr verstorbener Stiefvater im Kühlhaus des Bestatters gelegen, bevor die Überführung ins Krematorium möglich war. Jetzt steht fest: Das Geld reicht für einen würdigen Abschied und auch noch für einen Grabstein.

„Mit so einer Anteilnahme hätten wir niemals gerechnet“, so die junge Mutter, die sich bei allen Spenden ausdrücklich bedankt – genauso wie für die vielen aufmunternden und mitfühlenden Worte dieser Menschen. „Alles Gute für die Zukunft“ oder „Bleib stark“ lauteten Wünsche, und viele Spender drückten ihre aufrichtige Anteilnahme aus.

Am 20. September soll Uwe Sonnenberg nun auf dem Waldfriedhof in Syke beigesetzt werden. Dank der Spenden haben seine Kinder und Stiefkinder nun einen Ort, an dem sie endlich trauern können – etwas, was nach dem Tod eines Familienangehörigen enorm wichtig ist.

Mit dem Tod ihres 59-jährigen Vaters und Stiefvaters hatten die Kinder noch nicht gerechnet. Erst wenige Monate zuvor hatte Sarah Specht die rechtliche Betreuung ihres Stiefvaters übernehmen und lebenswichtige Entscheidungen treffen müssen, weil Uwe Sonnenberg im künstlichen Koma lag. Er erholte sich, die Familie schöpfte Hoffnung. Doch am Ende, nach mehreren Krankenhaus-Aufenthalten und zwölf Operationen, waren seine Krankheiten stärker. Sarah Specht kümmert sich um ihre 15-jährige Schwester und ihren 21-jährigen Bruder.

Alle sind sehr dankbar, dass jetzt eine Trauerfeier möglich ist, bei der eine Trauerrednerin dem Lebensweg von Uwe Sonnenberg noch einmal nachspüren kann. Und genauso dankbar dafür, dass es ein Grab mit einem Stein geben wird, auf dem sein Name steht. Als sichtbare Erinnerung an einen Lebenskreis, der sich geschlossen hat.

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