Gespräch mit Investor Specht

Große Neubaupläne für Syker Gängeviertel

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Rolf Specht und Frauke Meyenberg (Leiterin der Unternehmenskommunikation in der Specht-Gruppe) werfen einen Blick auf die Planungen des Gebäudes, das einen ersten Eckpunkt für das künftige Syker Gängeviertel darstellen soll.

Syke - Von Frank Jaursch. Streitobjekt Gängeviertel: Der Rat hat sich gegen die Erstellung eines integrierten Entwicklungskonzepts und gegen die Unterstützung des Projekts mit Mitteln aus dem städtischen Haushalt entschieden. Ein Argument der Gegner lautete: Die Investoren würden ja auch ohne Förderung ihr Projekt durchziehen. Stimmt das? Wir haben nachgefragt – bei Rolf Specht, der gemeinsam mit Rainer Schulte noch in diesem Jahr einen ersten Baustein setzen möchte.

„Wenn alles passt, könnten wir noch im Herbst anfangen.“ Der Unternehmer steht gewissermaßen in den Startlöchern mit seinen Plänen für die Hauptstraße. Auf rund 4000 Quadratmetern – dort, wo derzeit noch die Gebäude von Brünings Gasthaus und der ehemaligen Tankstelle stehen – soll in zwei Bauabschnitten ein neuer Komplex entstehen. Die Investitionssumme schätzt Specht auf bis zu 8,5 Millionen Euro.

Kernstück wäre eine Seniorenresidenz mit 67 Pflegeplätzen – gewissermaßen als Dependance der Seniorenresidenz Deutsche Eiche, die Spechts Residenz-Gruppe vor zwei Jahren eröffnete. Die hat sich als Erfolgsmodell herausgestellt. „Die Deutsche Eiche ist belebt und beliebt“, betont Specht, „wir wollen das gern erweitern.“

Darüber hinaus soll ein Tagespflege-Bereich eingerichtet werden, außerdem ein Café. Und schließlich soll auch die Stadtbibliothek dort ihr neues Domizil finden.

So sehen die vorläufige Pläne von Rolf Specht aus. Auf 4000 Quadratmetern soll an der Hauptstraße eine Seniorenresidenz mit 67 Pflegeplätzen entstehen, zudem Platz für ein Café und die Bibliothek.

Die vorläufigen Pläne sehen unter anderem einen Dachgarten und eine integrierte Passage vor. Die Kaufverträge sollen in naher Zukunft unterzeichnet werden. Anschließend könnten die Bauanträge gefertigt und eingereicht werden.

Specht lobt das „gute Miteinander“ im Dialog mit der Syker Verwaltung. Und auch von Seiten der Politik habe er „überall positive Signale“ bekommen. Ein Modell des Projektes veranschaulicht die Pläne und gibt einen Eindruck von den Dimensionen des geplanten Neubaus. Das Modell befindet sich seit einiger Zeit im Syker Rathaus.

Für die Senioren, die in der neuen Einrichtung eine Heimat finden, sei die Lage ideal, findet Specht. „Mittendrin“ in der Stadt könnten sie aktiv am Leben teilnehmen.

Ein Leben lang mit der Gegend verbunden

Doch es gibt noch einen weiteren Grund für Spechts Engagement. Der Weyher kennt die Straße quasi sein Leben lang. „Ich bin da auch als Kind schon gewesen“, erinnert er sich. Frauke Meyenberg, Marketingchefin der Specht-Gruppe, schmunzelt. „Es ist schon ein Herzensprojekt.“ Und zwar eines, das nicht von Fremdmitteln abhängt. „Wir würden das Projekt auch ohne Förderung machen“, betont Specht.

Der erfahrene Investor sieht sein Bauvorhaben auch nicht als primäres Ziel einer möglichen Förderung an. „Fördergelder wären wichtig, wenn man dort neue Läden schaffen will – um günstige Mieten zu ermöglichen zum Beispiel.“ Kurz: wenn es darum gehe, die städtebauliche Entwicklung zu fördern.

Und genau das hält Rolf Specht für erforderlich. Auch er spricht von der „sterbenden Hauptstraße“ – zumindest in jenem Bereich, dem er jetzt mit der Seniorenresidenz ein bisschen neues Leben einhauchen möchte.

„Natürlich zieht so etwas ein bisschen Kaufkraft“, erklärt er. Aber zum Gängeviertel würden eben noch mehr Geschäfte gehören. „Und das wird schwierig.“

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