20. Barrier Gewerbeschau schon ein halbes Jahr im Voraus so gut wie ausgebucht

„Wir sind noch da! Es geht weiter!“

Werbering-Vorsitzender Christian Eilers probiert schon mal aus, wie die neuen Plakate wirken.
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Werbering-Vorsitzender Christian Eilers probiert schon mal aus, wie die neuen Plakate wirken.

Barrien – Rot ist Christian Eilers’ aktuelle Lieblingsfarbe. Denn Rot ist eindeutig die dominante Farbe auf dem Plan für die 20. Barrier Gewerbeschau, und Rot kennzeichnet die bereits vergebenen Standflächen im Ausstellungszelt. Die Gewerbeschau wäre am 10., 11. und 12. September. Und heute, genau ein halbes Jahr vorher, sind fast alle Standflächen schon vermietet.

Aber wäre eine Gewerbeschau im September überhaupt schon wieder möglich? „Das ist die erste Frage, die ich immer höre, wenn ich mit dem Thema anfange“, sagt Eilers. Der Vorsitzende des Barrier Werberings sieht es aber rein pragmatisch: „Wenn ich davon ausgehe, dass es eh ausfällt, brauche ich gar nicht erst mit der Planung anzufangen. Planen dauert zwölf Monate, Absagen dauert fünf Minuten. Ich plane also das ganz normale Konzept und reagiere auf Veränderungen.“

Was in einem halben Jahr sein wird, kann derzeit ohnehin niemand zuverlässig vorhersagen. Ginge es nach den größten Pessimisten, befänden wir uns dann im dritten oder vierten Lockdown. „Im Idealfall haben wir dann aber so weitgehende Lockerungen, dass wir sogar wieder Party machen könnten. Dann hätten wir gleich die After-Corona-Party“, skizziert Eilers das gegenteilige Extrem. Wobei ihm bewusst ist: Die Realität wird mit einiger Sicherheit irgendwo dazwischen liegen.

Der Idealfall ist das, an dem der Werbering seine Planungen ausrichtet. Und das wäre eine Gewerbeschau in ähnlichen Dimensionen wie im Herbst 2019. Wieder auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale am Handelsweg, wieder mit zwei Ausstellungszelten und wieder mit einem Außengelände, das Jahrmarktsatmosphäre ausstrahlt. „Die Firmen freuen sich“, sagt Eilers. „Die wollen zeigen: Wir sind noch da! Es geht weiter!“ Die Messestände haben sie ihm daher förmlich aus der Hand gerissen. „Und ich habe von einigen Stamm-Ausstellern noch gar keine Rückmeldung.“ Für die hat er vorsichtshalber jedenfalls die gleichen Flächen wie beim letzten Mal reserviert. Und so muss der Betrachter die grünen Stellen auf dem Ausstellungsplan fast schon mit der Lupe suchen. Die zeigen die Restflächen an, die noch zu haben wären. Um es mit Loriot zu sagen: „Das sieht sehr übersichtlich aus.“

Inhaltlich soll die 20. Barrier Gewerbeschau einen kleinen Spagat schaffen: Sie soll einerseits den Besuchern ein vertrautes Gefühl vermitteln, aber andererseits auch Neues bieten. So hat Eilers zum Beispiel zwei Aussteller akquiriert, deren Branchen bisher noch nie in Barrien vertreten waren.

Da wäre erstens ein Tattoo-Studio, das im Idealfall auch live am Stand tätowiert. Und da wäre zweitens eine Firma, die sich auf die Veranstaltung von Verkaufspartys von Dessous und Sexspielzeug spezialisiert hat. Quasi Tupperpartys für Sex-Toys. „Es muss aber niemand Angst haben, ungewollt in einen Sexshop zu stolpern“, sagt Eilers. „Am Gang gibt es eine ganz normale Ausstellung. Und wer sich detaillierter informieren möchte, kann sich in einem abgetrennten Bereich ausführlich beraten lassen.“

Im Außenbereich möchte der Werbering unter anderem wieder Bullriding und Hubschrauberrundflüge anbieten. Die ersten Plakate dafür stehen bereits an der Sudweyher Straße.

„Das ist allerdings eher ein Versuch“, sagt Eilers und erklärt: Der Werbering hatte voriges Jahr 550 Euro aus der jährlichen Ausschüttung der Reinerträge der Volksbank bekommen und dafür jetzt drei Bauzaun-Elemente gekauft, um sie als Plakataufsteller zu benutzen. „Mit neuen Sachen möchte man natürlich sofort spielen“, sagt Eilers. „Daher haben Edgar Fischer von Printhaus und ich schon mal Werbeplanen für die Gewerbeschau entworfen und zum Antesten aufgestellt. Den Standort haben wir gewählt, weil ich ihn gut im Blick habe und weil Vogelbäcker und Nienaber uns das Bordsteindreieck freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Zudem wollen wir darauf hinweisen, wie wichtig das Einkaufen im eigenen Ort ist, damit die Geschäfte nach Corona noch da sind.“ Die Sudweyher Straße bot sich außerdem dafür an, weil dort normalerweise der Frühlingsmarkt ist. Dieses Jahr wäre er als Ostermarkt konzipiert gewesen. Doch durch diese Rechnung hat Corona dem Werbering noch einen Strich gemacht.

Übrig geblieben ist vom Konzept noch eine Gutschein-Aktion der im Werbering organisierten Geschäfte. Auch auf die macht die Plakat-Aktion aufmerksam. Und Christian Eilers ist zuversichtlich, dass von seinen Plänen für die Gewerbeschau im September dann deutlich mehr übrig bleibt als ein paar Blätter Papier und Werbeplakate.

Von Michael Walter

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