„Wir sind halt ein Team“

Warum das kleine Barrien mittlerweile die 18. Gewerbeschau auf die Beine stellt

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Alle zwei Jahre ist der Herbstmarkt mit Gewerbeschau der Höhepunkt in Barrien. Vor zwei Jahren kamen fast 18 000 Besucher auf die Anlage am Handelsweg. Die Freiflächen-Stände waren dabei ebenso gut besucht wie die der Anbieter im großen Zelt. 

Barrien - Von Detlef Voges. Sie haben mal ganz klein angefangen, die Kaufleute aus Barrien. Ihre erste Eigendarstellung präsentierten sie im Garten ihres Kollegen Horst Bagge. Das war zu Zeiten, an die sich wohl nur noch die Chronisten erinnern. Die nächste Station war eine benachbarte Weide. Nun lädt der Werbering Barrien (WRB) für den 8. bis 10. September zur mittlerweile 18. Gewerbeschau an den Handelsweg ein – mit großer Außen- und Innenschau und einem 1900 Quadratmeter großen Zelt.

Karl-Heinz Meyer, Vorsitzender des Werberings, kann die Gründe für den Erfolg nicht so klar umreißen. Oder doch? „Wir sind halt ein Team“, sagt er und kreist damit wohl schon ziemlich nahe um die Wahrheit.

Dass Syke seit gut 30 Jahren keine Gewerbeschau mehr auf die Beine bekommt, kann der Barrier Geschäftsmann nicht verstehen. Dass es in Barrien läuft, versteht er. „Es liegt am Personal, so einfach ist das“, betont Meyer. Jeder im Werbering und auch ehemalige Mitglieder packten mit an, vor allem rechtzeitig. Jeder wisse, was zu tun sei.

„Wir können uns alle aufeinander verlassen“, sagt der Vorsitzende der Kaufmannschaft und spricht von einem Schaufenster der heimischen Wirtschaft.

Wenn sich die Aktiven am 31. August zu einer Ausstellerversammlung in Syke in Wessels Hotel treffen, haben Meyer und seine Vorstandskollegen für die Gewerbeschau alles in trockenen Tüchern. Für gut 50 Aussteller ist alles vorbereitet.

„Unser Rezept ist einfach und überschaubar“

Der Herbstmarkt, eigentlicher traditioneller Kern der Schau, präsentiert sich im Außenbereich. „Dort sind alle, die kein Dach über dem Kopf brauchen“, umschreibt Meyer bildhaft die Lage und nennt beispielhaft einen Biohof, ein Karussell, Wohnwagenangebote und eine Firma mit Gabelstaplern.

Im Zelt sind die Firmen, die es trocken haben müssen. Die mit Dach, um in der Sprache von Meyer zu bleiben. Angefangen von Dienstleistern und Inneneinrichtern bis hin zur Kreissparkasse mit ihrem Vereinsquiz.

„Unser Rezept ist einfach und überschaubar, jeder muss einmal rum“, sagt Meyer. Oder: Wer ins Zelt reingeht, kommt nur wieder raus, wenn er alle Aussteller passiert hat.

„Wir haben von allem was“

Für Meyer, der sich selbst als Geschäfts-Dinosaurier bezeichnet, ist das Gelände am Handelsweg ein Glücksfall. Weil es dort ausreichend Platz gebe, um sich darzustellen. Nur so könnten sich Handel, Handwerker und Dienstleister professionell präsentierten und die Palette ihrer Arbeit aufzeigen. Der nötige Raum, so Meyer, erlaube den Ausstellern ja auch, die Kunden effektiv beraten zu können. „Wir haben von allem was“, erklärt der Chef des Werberings und sieht darin auch einen Teil des Erfolgsrezepts, denn bislang sei die Rechnung aufgegangen.

Das Gelände mit Zelt erlaubt nach Darstellung Meyers auch eine finanziell bessere Planung, zumal der WRB ja in Vorleistung trete. Zum Glück sei das Areal eingezäunt und erlaube eine effiziente Überwachung. Eingebunden darin seien ehemalige Polizisten mit Hunden.

Auch die Parkplatzfrage ist auf einem Feld gegenüber geklärt. Bei zuviel Regen dürfen die Besucher ihre Autos auch auf dem Gelände der nahen Feuerwehrtechnischen Zentrale abstellen.

„Jetzt können wir uns auf die 18. Gewerbeschau freuen“, sagt Meyer.

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