„Winterzauber“ als Kontrapunkt

Fotograf Hans-Jürgen Dehn stellt im Café Alte Posthalterei aus

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Auf den „Winterzauber“-Fotos von Hans-Jürgen Dehn werden Strukturen und Linienführungen sichtbar.

Syke - Von Frank Jaursch. Das Café Alte Posthalterei hat für Hans-Jürgen Dehn eine ganz besondere Atmosphäre. „Hier habe ich schon als Kind gespielt“, erinnert er sich. „Es freut mich, dass es da ist.“ Das gilt natürlich umso mehr, wenn das Café mit vielen großformatigen Werken des Syker Fotografen geschmückt ist.

Die Foto-Ausstellung, die am kommenden Samstag um 18.30  Uhr eröffnet, hat zunächst einmal den Europagarten in Syke zum Thema. Über mehrere Jahre hatte Dehn den Fortschritt des Areals fotografisch verfolgt. Aus den mehr als 200 Bildern suchte sich Dehn gemeinsam mit Henning Greve und Gerhard Thiel schließlich zwölf Motive aus, um für die Europa-Union einen Europagarten-Kalender für 2018 herauszubringen (wir berichteten).

Mittlerweile ist etwa die Hälfte der Auflage verkauft. Wer die Motive auf sich wirken lassen möchte, ist ab sofort in den Café-Räumen gerade richtig: Die Fotografien hängen dort an den Wänden. Natürlich ist auch der Kalender zum Preis von zehn Euro im Café erhältlich.

Makroaufnahmen und Landschaftsbilder

Darüber hinaus bekommen die Besucher einen Einblick in eine weitere Facette von Dehns künstlerischem Schaffen – und zwar jenseits der bloßen Wiedergabe einer Situation. „Das ist ein totaler Kontrapunkt zu der dokumentarischen Ausstellung“, sagt Dehn. „Winterzauber“ nennt er den zweiten Teil der Ausstellung. Makroaufnahmen und Landschaftsbilder, in denen durch digitale Nachbearbeitung das „Bild hinter dem Foto“ zum Vorschein kommt.

Dieses oft nicht für jeden sichtbare Bild „dahinter“ hat Dehn meist schon während des Fotografierens im Sinn. Da bilden die Stoppeln auf den Maisfeldern oder die Furchen auf dem Kartoffelacker symmetrische Muster oder Linienführungen, da scheint das Schattenspiel auf dem vereisten Boden ein Geflecht wie aus Adern zu bilden.

Vor 25 Jahren Hobby zum Beruf gemacht

Manchmal verbringt Dehn mehrere Stunden damit, das richtige Ergebnis herauszufiltern. „Da gilt manchmal auch: Der Weg ist das Ziel“, erläutert der 63-Jährige, der als Schriftsetzer tätig war und sein großes Hobby Fotografie vor 25 Jahren zum Beruf gemacht hat.

Im Flur des Cafés und im benachbarten Spieker sind etwa 15 „Winterzauber“-Werke zu sehen. Wer mit dem Fotografen sprechen möchte, ist eingeladen, Dehn im Café anzusprechen („Ich bin oft hier“). Am Samstag werden beide Bestandteile der Ausstellung ab 18.30 Uhr ein Thema sein. Gerhard Thiel spricht die einleitenden Worte.

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