Winterdienst kann nicht alle Wünsche erfüllen

Die Kehrseite der Schneepracht

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Die Räum- und Streufahrzeuge der Stadt sind in diesen Tagen wieder im Einsatz.

Syke - Von Frank Jaursch. Auf dem Parkplatz des TSV Barrien spielen sich in diesen Tagen Szenen irgendwo zwischen Schreck und Slapstick ab: Wenn die Eltern morgens gegen halb acht ihre Kinder in Richtung Grundschule schicken, tun sie das auf spiegelglatt gefrorenem Untergrund. Mit Glück und Geschick konnten bislang meist Stürze verhindert werden.

Nun soll der Eisbelag auf dem Parkplatz der Vergangenheit angehören. „Der Parkplatz ist in unseren Winterdienst aufgenommen worden“, erklärte Lars Brunßen vom Tiefbauamt am Dienstag. Weil dieser Bereich als offizieller Parkplatz für die Eltern deklariert wurde, sah die Stadtverwaltung Handlungsbedarf. Künftig also sollen die Streu- und Räumfahrzeuge auch für die Barrier Mütter für festen Stand sorgen. Der Fahrplan der Bauhof-Mitarbeiter wird regelmäßig überarbeitet, so Brunßen. Bürgermeisterin Suse Laue macht deutlich, dass den Kapazitäten des Winterdienstes Grenzen gesetzt sind. „Wir sind auch nicht unfehlbar“, sagte sie und betonte, sich mit Hinweisen der Bürger auseinander zu setzen. „Aber wir können auch nicht allen Wünschen nachkommen.“

Die Stadt als Straßenbaulastträger muss zunächst ihre Verkehrssicherungspflicht erfüllen. Das seien innerorts die verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen. Bei Bedarf und Kapazitäten werde dieser Bereich ausgedehnt. „Eigentlich müsste man rein rechtlich viel weniger machen, als wir tun“, stellt Brunßen fest. „Das wollen wir aber nicht.“ Es sei erklärter Wille, die Streu- und Räumpläne zum Wohl vieler Bürger zu gestalten.

Merkblatt auf der Stadt-Homepage

Darüber hinaus gilt: Wo kein Räumfahrzeug fährt, müssen die Bürger ran. Ein Merkblatt auf der Stadt-Homepage informiert darüber, was man zu beachten hat.So sind Geh- und Radwege grundsätzlich frei zu halten – mindestens in einer Breite von 1,50 Metern. Streusalz solle nur „ausnahmsweise“ und an gefährlichen Stellen verwendet werden – die Stadt empfiehlt stattdessen das Abstreuen mit Sand oder anderen abstumpfenden Mitteln. Das Schneeschippen sollte, so heißt es weiter im Merkblatt, bis 7.30 Uhr (an Werktagen) oder 8 Uhr (sonn- und feiertags) beendet sein. Bei weiteren Schneefällen müsse bis 19 Uhr auch nachgearbeitet werden.

Brunßen wies darauf hin, das der weggeschippte Schnee nichts auf Straße oder Bordstein zu suchen habe. „Der Winterdienst schiebt den Schnee dann nur wieder auf den Gehweg.“ Die sich neu auftürmenden Schneeberge durch städtische Räumdienste sorgen für Beschwerden. „Ich kann die Anrufer verstehen“, betont Brunßen. „Aber wir können das leider überhaupt nicht ändern.“

Die Räumfahrzeuge benötigten eine gewisse Geschwindigkeit, um mit dem Schneeschild vorwärts zu kommen. Und zudem seien die Runden der Bauhof-Mitarbeiter „so voll von Arbeits-Aufwand, dass wir uns nicht leisten könnten, das Tempo zu reduzieren.“

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