Kooperationsvertrag mit Regionalmanagement unterzeichnet

WIN-Gemeinden legen los

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Vertragsunterzeichnung im Syker Rathaus – von links: Andreas Bovenschulte (Bürgermeister Weyhe), Niels Thomsen (Stuhr), Christian Porsch (Bassum), MCON-Projektleiter Michael Wenzel, Martin Schlake (Twistringen), Suse Laue (Syke) und MCON-Chef Dieter Meyer.

Syke - Von Michael Walter. Die WIN-Region bekommt Konturen: Gestern unterzeichneten die Bürgermeister der Partnergemeinden im Syker Rathaus den Kooperationsvertrag mit dem Beratungsbüro MCON, das die Ausschreibung für das Regionalmanagement gewonnen hat. Für Sykes Bürgermeisterin Suse Laue der Startschuss für die eigentliche Arbeit innerhalb dieses Projekts.

Wie berichtet, haben sich 2014 die Nordkreis-Kommunen Stuhr, Weyhe, Syke, Bassum und Twistringen zur Region „Wir im Norden“ (WIN) zusammengeschlossen, damit sie sich gemeinsam um Fördermittel im Rahmen des EU-Programms „Integriertes Ländliche Entwicklungskonzept“ (ILEK) bewerben können. Voraussetzung dafür ist zum einen ein gemeinsames regionales Entwicklungskonzept – das haben die WIN-Gemeinden 2015 verabschiedet – und zum anderen ein professionelles Regionalmanagement, das dieses Konzept umsetzt. Und dafür wurden gestern die Verträge unterzeichnet.

Die Kosten dafür trägt zu 80 Prozent die EU, die restlichen 20 Prozent teilen sich die fünf Gemeinden.

Zu den Aufgaben des Regionalmanagements zählen unter anderem die Akquise von Fördermitteln sowie die Bearbeitung des Antragsverfahrens für die Gemeinden, die beratenden Begleitung der einzelnen Projekte und dabei über den Kirchturm der jeweiligen Kommune hinaus zu blicken.

Noch gibt es aber nichts, was konkret beantragt werden könnte. Die WIN-Gemeinden haben in ihrem Entwicklungskonzept lediglich fünf Handlungsfelder festgelegt (zum Beispiel „Soziales Leben“ oder „Standortattraktivität und Wohnen“) und für jedes Handlungsfeld mögliche „Leitprojekte“ skizziert. Die reichen von der Vernetzung der Bürgerbus-Linien bis zum gemeinsamen Leerstand-Management. Ein Beispiel, für so ein Leitprojekt, das bereits arbeitet, ist die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz.

Und wie geht's nun weiter? „Wir starten jetzt, indem wir diese Themen hinterfragen und eventuell neue ausloten“, sagt MCON-Projektleiter Michael Wenzel. Bis zum Sommer will er eine Lenkungsgruppe und eine regelmäßige Bürgermeisterrunde installieren. Dann soll mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung die Beteiligung der Bürger beginnen – nicht zuletzt, um weitere Potenziale zur Kooperation auszuloten.

Erste konkrete Projektideen sollen bis zum Winter entwickelt werden.

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