Wilfried Helms gibt nach 37 Jahren den Vorsitz beim SVH an Christian Gerlach ab

Billes Tipp: Vorangehen!

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Das Heiligenfelder Dream-Team: Wilfried Helms (l.) und sein Nachfolger als Vorsitzender des SV Heiligenfelde, Christian Gerlach. Der Wechsel soll kein Bruch, sondern ein „fließender Übergang“ sein: Für die ersten beiden Jahre hat Helms dem „Neuen“ seine volle Unterstützung im Amt zugesagt.

Heiligenfelde - Von Frank Jaursch. Papst Johannes Paul II. war gerade ein paar Monate im Amt, Margaret Thatcher bemühte sich um den Posten der britischen Premierministerin, und in der Frage der Bundespräsidenten-Nachfolge zeichnete sich die Tendenz zu einem gewissen Karl Carstens ab. All das war Anfang 1979 – in jenem Jahr, in dem Wilfried „Bille“ Helms sich zum Vorsitzenden des SVHeiligenfelde wählen ließ.

37 Jahre später hat sich der „ewige Vorsitzende“ von seinem Posten verabschiedet. Bei der Jahreshauptversammlung zauberte er seinen Nachfolger aus dem Ärmel: für viele überraschend – auch für Christian Gerlach. „Ich hätte gedacht, er macht noch mal vier Jahre“, schmunzelt der 32-Jährige. Doch alles kam anders. Ein kurzes Gespräch, die Zusage von Bille Helms, dass er in den ersten Jahren unterstützend an Gerlachs Seite steht – schon war er überzeugt.

Wie wohl kaum ein Vereinsvorsitzender hat Helms den SV geprägt – gemeinsam mit seiner Frau Hannelore. „Der SV war wie ein zusätzliches Kind für uns“, sagt Helms. „Und er hat mich geprägt, hat einen erwachsenen Menschen aus mir gemacht.“

Viel hat sich getan zwischen Helms‘ erstem und dem letzten Tag als Vorsitzender. Größte Änderungen waren der Umzug vom Sportplatz an der B6 zum neuen Sportgelände und der Bau des neuen Dorfgemeinschaftshauses. „Die ersten Entwürfe sind auf meinem Rechner entstanden“, schmunzelt Helms.

Doch trotz aller Energie wären Helms‘ Ideen nie ohne viele Helfer Wirklichkeit geworden. „Der Rückhalt im Verein, das war unbeschreiblich“, schwärmt er von seinem „tollen Team“.

Auch sportlich hat sich einiges getan: Die Mitgliederzahl hat sich mehr als verdoppelt, der Verein mit seinen fünf Sparten steht auf „sehr gesunden Füßen“. Heiligenfelde sei zu klein, um viel mehr Sportarten anzubieten, so Helms. „Wir haben uns nie verzettelt.“

Für Helms ist die Bodenständigkeit, für die der Verein steht, von großer Wichtigkeit. „Es hat keinen Wert, verrückt zu spielen“, findet Bille Helms. „Und Christian ist dafür genau der Richtige.“

Gerlach hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass es ihm an Kreativität nicht mangelt. Dass es zum Spiel des SVH gegen Werder Bremen kam, ist ebenso seiner Initiative zu verdanken gewesen wie die spektakuläre Sammelbildchen-Aktion, mit der der Verein überregional Furore machte.

„Ich hab noch tausend Ideen“, lacht Gerlach, der aber mit einer gehörigen Portion Demut an die neue Aufgabe herangeht. „Ich trete in riesige Fußstapfen“, sagt er, „was Bille für den Verein geleistet hat, ist sensationell.“

Gibt es noch einen Tipp, den Wilfried Helms seinem Nachfolger mitgeben kann? Er überlegt – und nickt dann. „Wenn man Leute mitziehen will, muss man selbst vorangehen und den Hut aufbehalten.“

Es müssen ja nicht gleich 37 Jahre werden.

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