Corona-Krise

Wiedersehen macht Freudentränen: Erste Videotelefonie-Besuche im Barrier DRK-Seniorenheim

Es funktioniert! Für den Videotelefonie-Test ist Heimleiter Thorsten Kerth (mit Maske auf dem Bildschirm) auf den Flur des Seniorenheimes gegangen. Nun können auch die Bewohner Günter Nienhoff und Gerda Ehlers über die Einrichtung mit ihren Angehörigen sprechen – und sie dabei auch sehen. Foto: Heinfried Husmann
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Es funktioniert! Für den Videotelefonie-Test ist Heimleiter Thorsten Kerth (mit Maske auf dem Bildschirm) auf den Flur des Seniorenheimes gegangen. Nun können auch die Bewohner Günter Nienhoff und Gerda Ehlers über die Einrichtung mit ihren Angehörigen sprechen – und sie dabei auch sehen.

Barrien - Am Ende ging alles erstaunlich schnell. Seit Donnerstag haben die Bewohner des Barrier DRK-Seniorenheims die Möglichkeit, per Videotelefonie Kontakt zu ihren Angehörigen aufzunehmen. Aus den Plänen von Roman Wohlgemuth und dem Heimleiter Thorsten Kerth ist Wirklichkeit geworden. Und das neue Angebot sorgte schon am ersten Tag für Tränen der Wiedersehensfreude.

Am Vormittag war die Installation der letzten erforderlichen Komponenten im Fernsehraum der Einrichtung erfolgt. Und bereits kurz darauf gab es die Jungfernsendung – „bei einem älteren Pärchen“, schildert Roman Wohlgemuth. Er hatte als Betreuer eines Bewohners des DRK-Seniorenheimes die Idee zur Umsetzung gehabt. Über eine Webcam und einen Laptop, dessen Signal auf einem großen Fernseher gespiegelt wird, erfolgt die Darstellung. Die Video-Kabine soll künftig allen Bewohnern offen stehen.

Das erste Pärchen zeigte sich sofort überwältigt. Wenn die Corona-Krise Besuche im Heim unmöglich macht, leiden alle Beteiligten. Die Initiative lindert diesen Schmerz – sichtbar und sofort. „Das hat mich persönlich tief berührt“, schildert Wohlgemuth seine Wahrnehmungen.

Der Corona-Krise etwas Positives abgewinnen

Der Syker Unternehmer verspürt in dem Erfolg der Aktion einen großen Anreiz für mehr. „Wir werden noch vieles Anderes machen“, verspricht er. Er versucht, der Krise etwas Positives abzugewinnen, so weit es geht. Wohlgemuth zitiert Max Frisch: „Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“

Jetzt setzt Wohlgemuth vor allem auf die Kontaktfreudigkeit der betagten Heimbewohner: „Ich hoffe doch sehr, dass die alten Leute das Angebot nutzen – und die Drähte zum Glühen bringen!“

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