„Hier trifft man Leute, die man lange nicht getroffen hat“: Osterfeuer locken viele Besucher an

Wiedersehen bei den Flammen

Strahlend blauer Himmel und trockenes Holz sorgen für gute Osterfeuer-Rahmenbedingungen – wie hier in Barrien. Foto: Fißer

Syke – Zu Treffpunkten für viele hundert Menschen wurden am Karsamstag und Ostersonntag die Osterfeuer auf den Feldern in den Dörfern um Syke und nahe des Domizils der Syker Ortsfeuerwehr an der Nordumgehung. Gleich, ob es in Barrien, in Ristedt, Gessel, Henstedt, Jardinghausen auf einem Acker nahe der Straße Am Sünder, in Wachendorf oder Gödestorf es war so richtig warm, zu dicht am Feuer auch zu heiß, und gemütlich bei Bier, alkoholfreien Getränken und Würstchen vom Grill.

Den größten Besucherandrang gab es ohne Zweifel zum Osterfeuer der Ortsfeuerwehr Syke. „Hier trifft man Leute, die man lange nicht getroffen hat“ sagte ein Syker, der per Rad mit Frau und Kind gekommen war. Es war wieder ein sehr großes Osterfeuer, das die Ortsfeuerwehr abbrannte. In den Getränke- und Speiseständen sorgte die Männer und Frauen der Ortswehr dafür, dass kein Besucher Durst oder Hunger schieben musste. Für die musikalische Unterhaltung war die Music Company des TuS Syke unter Lukas Kruse zuständig.

Dennis Hüsker, Vorsitzender des Freizeit- und Gemeinschaftsvereins Wachendorf, freute sich am Karsamstag über regen Besuch beim Osterfeuer auf dem Acker an der Straße In den Dänen. Mit Fackeln wurde der zwischen fünf bis sechs Meter hohe Stapel an Grünschnitt pünktlich angezündet. Der veranstaltende Freizeit- und Gemeinschaftsverein hatte sich auch für die Kleinen etwas einfallen lassen: Es gab Ostereier, und darüber freute sich auch Justus (zweieinhalb Jahre alt).

Wie an anderen Osterfeuern auch, war der Stapel mithilfe eines Teleskopladers umgeschichtet worden, damit kein Tier, das sich eventuell im Stapel verkrochen hatte, zu Schaden kam. Bei Würstchen vom Grill und diversen Getränken gab es in Wachendorf am Osterfeuer richtig Stimmung, die bis nach Mitternacht angedauert haben soll.

Den Ostersonntag hatten sich in Jardinghausen die Dorfjugend und die Ortsfeuerwehr auserwählt, um das Osterfeuer anzuzünden. Das machten Steffen und Sönke Struß mit ihren Feuerzeugen, die rund um den Stapel das angelegte Stroh in Brand setzten. An allen Osterfeuern wird man sich einig gewesen sein, dass dieses Brauchtum erhalten bleiben muss.  nie

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