„Wie wär’s, wenn wir nächstes Jahr wiederkommen?“

Premiere der Heiligenfelder Musicalnacht begeistert das Publikum

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Eines von vielen gelungenen Duetten an diesem Samstagabend in Heiligenfelde: Franziska Lißmeier und Timm Moritz Marquardt.

Heiligenfelde - Von Claudia Spalkhaver. „Dies ist die Stunde – das ist der Tag...“ - Von Claudia Spalkhaver. Das war der Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Heiligenfelde. Dorthin hatten Veranstalter Jörg Beese und sein Team zur ersten Heiligenfelder Musicalnacht mit dem Titel „Musical Evergreens“ geladen.

Bei hässlichem, nasskalten Novemberwetter einmal über den Parkplatz, rein ins DGH und eintauchen in die bunte Welt des Musicals. Das konnte das Publikum an diesem Abend in dem mit über 300 Menschen rappelvollen Saal.

„Hoffentlich klappt alles“, hoffte Jörg Beese kurz vor Beginn der Veranstaltung. Schon zur Pause dann Entwarnung. „Es läuft super, ich bin total glücklich“, zog Beese ein Zwischenfazit.

Das konnte er auch sein. Die Zuschauer hatte zu diesem Zeitpunkt schon tolle Sängerinnen und Sänger erlebt, die mit ihren Interpretationen von Liedern aus den verschiedensten Musicals der vergangenen 50 Jahren begeisterten. Begleitet wurden die Interpreten bei einigen Stücken von Michael Ashton am Klavier und dem neunköpfigen Musical Chor Diepholz.

Gänsehaut bei „Du allein“

Die erfahrenen Musicaldarsteller Yngve Gasoy-Romdal, Lutz Standop und Friedrich Rau sowie die wunderbaren Franziska Lißmeier und Sophia Revilla verzauberten das Publikum mit ihren grandiosen Stimmen bei Stücken aus „Jekyll & Hyde“, „Elizabeth“, „Phantom der Oper“und vielen anderen Musicals.

Ein eigener Block war dann den Newcomern, den Gewinnerinnen und Gewinnern des Musical Song Contests vorbehalten. Darunter die erst 13-jährige Hannah Willker und Timm Moritz Marquardt, die im September das Casting im Syker Gymnasium für die Musicalnacht gewonnen hatten.

Ob Insa Ommen, Maite Pesci oder Lena Hespe, sie alle überzeugten mit ihren ganz eigenen Klangfarben und ihrer Bühnenpräsenz. Und spätestens als die Lokalmatadorin Hannah und Timm das Duett „Du allein“ aus „Starlight Express“ sangen, war es da: das Gänsehaut-Feeling, das sich Jörg Beese schon im Mai im Gespräch mit der Kreiszeitung für diesen Abend gewünscht hatte.

Ein weiteres Duett sang die Schülerin mit Yngve Gasoy-Romdal: „Wenn das wirklich Liebe ist“ aus „Bonifatius“. Yngve danach zu Hannah: „Du hättest meine Tochter sein können.“

Es folgten viele Highlights bei dieser „Welturaufführung“, bis sich Jörg Beese beim Publikum erkundigte: „Gefällt es Ihnen denn bisher?“ – Oh ja, es gefiel, was an der Lautstärke des Beifalls zu hören war. „Wie wär´s, wenn wir nächstes Jahr wiederkommen?“ – Ja, bitte!

Nach der wunderbaren Zugabe „Waterloo“ aus dem Musical „Mamma Mia“, bei der noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne standen, einem „Merci“ ans Publikum, das sich zum tosenden Applaus von seinen Sitzen erhoben hatte, kam der Moment: Das Publikum wurde wieder hinausgeschickt in die kalte Nacht, in die „Totale Finsternis“...

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