„Wie lange hätten Sie's denn gern?“

Stadt wertet Betreuungsbedarf für Grundschulen in Heiligenfelde und Barrien aus

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Die Grundschule an der Wassermühle hat auf ihrem Gelände kaum Erweiterungsmöglichkeiten. 

Syke - Von Michael Walter. Wie geht es weiter an den Grundschulen in Barrien und Heiligenfelde? Über diese Frage macht sich die Stadtverwaltung gerade intensiv Gedanken. Der zuständige Fachbereich im Rathaus steckt derzeit mitten in der Auswertung einer Bedarfsabfrage, deren Ergebnisse Mitte Oktober der Politik – genauer: dem Schulausschuss – vorgestellt werden sollen.

Hintergrund ist ein Ratsbeschluss vom Juni 2014: Laut dem sollen nach der Grundschule am Lindhof auch Barrien und Heiligenfelde in ganztägige Grundschulen umgewandelt werden. Der Beschluss lässt aber bewusst offen, wann und in welcher Form. Und genau an dieser Stelle hakt die Stadt jetzt ein.

„Bis Ende September haben wir an allen Kitas in Heiligenfelde und Barrien Fragebögen an die Eltern ausgegeben“, erklärt Erster Stadtrat Thomas Kuchem. In Barrien gab es sogar gleich zwei: Den städtischen Fragebogen und einen weiteren, den der Elternrat erstellt hatte.

Was die Stadt wissen will: Die sogenannte verlässliche Grundschule geht bis 12.30 Uhr. Gibt es darüber hinaus noch Betreuungsbedarf? Und wenn ja, wie lange: Bis 13, 15 oder 15.30 Uhr? Oder sogar noch länger? Und in welcher Form wünschen sich die Eltern diese Betreuung: Als Hort, als offene oder als teilgebundene Ganztagsschule? „Die Unterschiede haben wir auf den Fragebögen natürlich erläutert“, sagt Kuchem.

„Wir wissen, dass wir was tun müssen“

Bürgermeisterin Suse Laue erklärt: „Wir wissen, dass wir an beiden Schulstandorten ohnehin was tun müssen. In Heiligenfelde fehlen immer noch ein Differenzierungsraum und ein Fachraum. In Barrien ist es trotz des Neubaus ähnlich.“ Hinzu kommt: Derzeit ist der Hort in Mobilbauten untergebracht. „Daran gibt es gar nichts auszusetzen. Aber das kann ja keine Dauerlösung sein.“

Die Bürgermeisterin weiter: „Wenn wir in den Ganztagsbetrieb gehen, brauchen wir außerdem noch eine Mensa und weitere Räume für die Nachmittagsbetreuung.“ Insofern sei diese aktuelle Abfrage für die Stadt „sehr wichtig, damit wir wissen, was wir bauen müssen“.

Die Auswertung der Bedarfsabfrage fließt in die Gestaltung des Raumbedarfskonzepts für beide Schulen ein. Sobald dieses Konzept steht, soll laut Laue die Heiligenfelder Grundschule neu geplant und die in Ansätzen bereits bestehende Planung für Barrien überarbeitet werden.

Denn die ist laut Laue inzwischen zumindest teilweise schon wieder überholt. Und sie bietet außerdem keine Lösung für das Kernproblem: Die Grundschule an der Wassermühle hat auf ihrem Gelände praktisch keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Jegliche zusätzliche Ausdehnung könnte nur zu Lasten des Schulhofs gehen.

Areal um das Alte Rathaus ins Spiel gebracht

„Die Stadt hat aber noch andere Möglichkeiten in der Nähe“, sagt Laue und bringt das Areal um das Alte Rathaus ins Spiel. „Rathaus, Butze, Turnhalle – das steht alles auf städtischen Grundstücken, und das ist nicht wenig. Und es ist gleich nebenan von der Grundschule.“

Übrigens: Die Schulleiterstelle an der Barrier Grundschule ist immer noch unbesetzt. Nach mehreren Ausschreibungen durch die zuständige Landesbehörde gibt es noch immer keine Bewerber. Die Stelle wird gerade ein weiteres Mal ausgeschrieben.

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