Okeler Fußballcamp im Corona-Modus

Wie immer, nur ganz anders

Auch in diesem Jahr macht die Ferien-Fußballschule Station in Okel.
+
Auch in diesem Jahr macht die Ferien-Fußballschule Station in Okel.

Okel – Das Wochenende nach Christi Himmelfahrt gehört in Okel den Nachwuchskickern. Eigentlich. Aber dieses Jahr ist Corona, und das heißt: Es ist alles wie immer – nur ganz anders.

Szene vom Freitagnachmittag: Gut zwei Dutzend junge Fußballer absolvieren auf dem TSV-Fußballplatz ihre Übungen. Die Trainer haben Tipps und jede Menge Sprüche parat, haben ein waches Auge auf technische Feinheiten und auf die Einhaltung der Abstandsregeln.

Normalerweise wäre hier jetzt die Hölle los: 160 Kinder und Jugendliche würden drei Tage lang vormittags Technik trainieren und nachmittags in Turnieren mit Auf- und Abstieg Meisterschaften ausspielen, während ihre Eltern am Spielfeldrand systematisch das Büfett leerfuttern. Und dazu dröhnen aus der Musikanlage die Vereinshymnen der Clubs von Bochum bis Barcelona. Stattdessen: Eine Handvoll Kinder in Anzahl einer erweiterten Schulklasse verliert sich geradezu auf dem Fußballfeld. Das zweite Jahr in Folge ist das Fußballcamp beim TSV Okel coronahalber nur in stark reduzierter Form möglich.

„Ohne die Corona-Notbremse hätten wir zumindest noch die 14-Jährigen mitnehmen können“, sagt Matthias Thormälen von der Ferienfußballschule aus Rastede. Mit der richtet der TSV Okel seit vielen Jahren dieses Camp aus. Für Thormälen und sein Team ist Okel das mit Abstand größte – und damit wichtigste – Camp im Jahreskalender.

Wenn nicht gerade Seuche ist. Jetzt ist 13 das erlaubte Höchstalter der Kinder (ab 14 greifen die Kontaktbeschränkungen). Turniere sind nicht erlaubt, und es dürfen nie mehr als 35 Kinder gleichzeitig auf dem Platz sein. Trainieren dürfen sie in festen Fünfer-Gruppen.

Insgesamt sind in Okel dieses Jahr gut 60 Kinder dabei: Die eine Hälfte kommt vormittags, die andere nachmittags. „Kontaktlos“ ist das das oberste Gebot für alles.

„Die Kinder haben trotzdem Spaß“, sagt Thormälen, der dieses reduzierte Konzept auf zahlreichen Camps in ganz Deutschland ausgefeilt hat. „Es ist halt anders“, sagt er. „Aber die Wahl war ja nicht: Machen wir es so wie sonst oder machen wir es anders? Die Wahl war: Machen wir es anders oder gar nicht?“

Auch ohne Abschlussturniere gibt es laut Thormälen genügend spielerische Wettbewerbe – eine absolute Notwendigkeit, um den Spaßfaktor oben zu halten. „Wir machen zum Beispiel Torschussmeisterschaften und spielen eine Ballkanonen-Championsleague“, erzählt Thormälen. Essen und Getränke müssen die Kinder selbst mitbringen. Stichwort Hygieneverordnung. Und Zuschauer sind auch nicht erlaubt.

Trotz reduziertem Programm: „Der Aufwand ist für uns praktisch genauso groß“, sagt Matthias Thormälen. „Eher noch größer, weil wir das ja alles durchplanen mussten.“ Aber: „Wir freuen uns, dass das Camp überhaupt möglich ist.“  mwa/fj

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Meistgelesene Artikel

Barnstorfer Bauherr Stefan Bruns baut Tankstelle und Fitnessstudio

Barnstorfer Bauherr Stefan Bruns baut Tankstelle und Fitnessstudio

Barnstorfer Bauherr Stefan Bruns baut Tankstelle und Fitnessstudio
Hinweise und Bedenken zur Zentralklinik

Hinweise und Bedenken zur Zentralklinik

Hinweise und Bedenken zur Zentralklinik
Gemeinschaftspraxis Both/Könenkamp eröffnet im Juli in Sulingen

Gemeinschaftspraxis Both/Könenkamp eröffnet im Juli in Sulingen

Gemeinschaftspraxis Both/Könenkamp eröffnet im Juli in Sulingen

Kommentare