Einstimmig: Ponyreiten wird auf Märkten nicht pauschal verboten / Vorstandswahlen

Werbegemeinschaft trotzt Tierschützern

Neues Gesicht im Vorstand der Werbegemeinschaft: Tanja Hornburg ergänzt in den kommenden zwei Jahren als Beisitzerin die Männerriege (von links) Thomas Rath (Kasse), Thomas Kuchem (Beisitzer), Florian Kastner und Folke Harries (beide Vorsitz).
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Neues Gesicht im Vorstand der Werbegemeinschaft: Tanja Hornburg ergänzt in den kommenden zwei Jahren als Beisitzerin die Männerriege (von links) Thomas Rath (Kasse), Thomas Kuchem (Beisitzer), Florian Kastner und Folke Harries (beide Vorsitz).

Syke – Vielleicht lag’s am wunderschönen Sommerabend, vielleicht auch an der Kürze der Vorbereitungszeit: Gerade mal ein knappes Dutzend von aktuell 105 Mitgliedern war am Dienstag zur Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft erschienen. „Aus Angst vor möglichen neuen Einschränkungen im Oktober oder November“ hatte Vorsitzender Florian Kastner „den Termin relativ kurzfristig angesetzt“.

Kastner und Folke Harries bleiben weiterhin Vorsitzende, Thomas Rath Kassenwart und Thomas Kuchem Beisitzer. Aus dem Vorstand scheiden Dorothee Harries und Beate Valentini auf eigenen Wunsch aus. Neu im Team ist Unternehmensberaterin Tanja Hornburg. So votierten die anwesenden Mitglieder einstimmig. Neu ist dabei, dass der Vorstand gemäß der überarbeiteten Satzung der Werbegemeinschaft jetzt für zwei Jahre gewählt worden ist. Bisher musste er jährlich gewählt werden.

Inhaltlich gab es im Corona-Jahr nicht wirklich viel zu beraten. Geschäftsführer Michael Lux sprach kurz die nicht ganz geglückte Aktion „Marktwoche“ an, die an der Hauptstraße kaum aufgefallen war. „Unser Dauerkritiker hat wieder einen Leserbrief geschrieben, wie arm das alles war“, ging er auf die Veröffentlichung eines Leserbriefes in der Kreiszeitung ein. Lux räumt ein: Mehrere Schausteller hätten ihm kurz vor Beginn der Aktion noch abgesagt. Mit der Begründung: Weil sie sich nicht selbst in den Verkaufswagen stellen konnten und Mitarbeiter hätten bezahlen müssen, hätte sich das für sie nicht gelohnt. Unterm Strich findet Lux die Aktion aber nach wie vor richtig. „Wir haben versucht, trotz Corona etwas anzubieten.“

Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, ob die Werbegemeinschaft auch in Zukunft auf ihren Herbst- und Frühlingsmärkten noch Ponyreiten anbieten möchte oder nicht.

Hintergrund: Auf dem letzten Frühlingsmarkt hatte es vor der kleinen Reitbahn am Enst-Boden-Platz Proteste von Tierschützern gegeben, die dem Betreiber Tierquälerei und nichtartgerechte Haltung seiner Pferde vorwarfen (wir berichteten). Der Werbegemeinschaft hatten die Tierschützer vorgeworfen, diese vermeintliche Tierquälerein zu unterstützen. Und im Nachgang sei der Ton dann auch schärfer geworden. Kassenwart Thomas Rath sprach auf der Mitgliederversammlung von Mails mit beleidigendem Inhalt.

Die Mitglieder waren sich schnell einig: Die Marktordnung bleibt, wie sie ist. Und Ponyreiten wird nicht verboten. Dorothee Harries, selbst pferdesport-affin: „Ein Pferd in freier Wildbahn läuft 14 bis 16 Stunden am Tag durch die Gegend.“ Ein halber Tag Ponyreiten sei für die Tiere keine schwere Arbeit, und ansonsten würden sie sehr wohl artgerecht gehalten, das könne der Betreiber auch nachweisen.

Ob der Herbstmarkt im Oktober wie geplant stattfindet, steht noch nicht fest.

Von Michael Walter

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