Wenn der Theorie die Praxis fehlt

Realschule, Landkreis und der Syker Laboreinrichter Wesemann unterzeichnen Kooperationsvertrag

Sie alle arbeiten ab jetzt zusammen: Thorsten Abeling (vorne links) vom Landkreis Diepholz, Wesemann-Vertriebsleiter Markus Widera und Schulleiter Rolf Rosenwinkel. Mit dabei waren (hintere Reihe, von links) Lehrer Rainer Heusmann, Lena Stöver (Vertrieb Wesemann), Mandy Peukert (Landkreis), Bürgermeisterin Suse Laue, Lehrer Nicolai Tetzlaw und Wesemann-Azubi Lars-Kristian Vollmer.

Syke - Im Betrieb Inhalte vermitteln, die sich in der Schule nicht so anschaulich darstellen lassen – das ist der Sinn hinter einer neuen Zusammenarbeit zwischen der Realschule Syke, der Wesemann GmbH und dem Landkreis Diepholz.

Unter dem Kunstwort KURSZukunft hat der Landkreis in den vergangenen Jahren bereits mehrere solcher Vereinbarungen mit Schulen in seiner eigenen Trägerschaft geschlossen. Partner waren dabei insbesondere Handwerksbetriebe sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Mit der Realschule Syke ist jetzt erstmalig eine städtische Schule dabei. Und die Wesemann GmbH mit Sitz an der Max-Planck-Straße ist der europaweite Marktführer bei der Einrichtung von wissenschaftlichen Forschungslaboren sowie Fachunterrichtsräumen.

Die Idee dahinter erklärt Lehrer Rainer Heusmann: „Ich könnte zehn Stunden lang im Unterricht erklären, wie in einem Betrieb, kaufmännische Abteilung, Produktion und Vertrieb zusammenarbeiten. Es bleibt immer Theorie. Wenn die Schüler sich das zwei Stunden im Betrieb ansehen, hat das viel mehr Wert.“

Auch die Firma Wesemann verspricht sich einen praktischen Nutzen. In Form von Bewerbern um Ausbildungsplätze. Vertriebsleiter Markus Widera: „Wir wollen qualifizierte junge Menschen erreichen und konkurrieren dabei mit großen Firmen in der Region. Wir sind zwar Marktführer, aber in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Mit dieser Zusammenarbeit können wir ein Betrieb zum Anfassen werden.“

Zu den geistigen Vätern dieser Kooperationen gehört Thorsten Abeling, der beim Landkreis den Fachdienst Bildung leitet. „Einer der Auslöser war eine auffallend hohe Abbrecherquote bei Ausbildungen im Handwerk“, erzählt er. „Für uns stand damit fest: Wir müssen etwas tun beim Übergang von der Schule zum Beruf.“

Die Kooperation läuft erst mal für ein Jahr. Dann wollen beide Seiten entscheiden, ob daraus eine dauerhafte Zusammenarbeit wird.

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