Wenn der Prinz mal Pipi muss

Syker Kita-Kinder geben Bewertung für Bilderbuchpreis 2018 ab

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Die Bärengruppe vom DRK-Kindergarten Sternenhimmel war gestern die erste Jury, die ihre Bewertung für Schütterts Bilderbuchpreis 2018 abgegeben hat.

Syke - Von Michael Walter. Es ist ein Bild für die Götter: 20 kleine Jungs und Mädchen sitzen im Knäuel auf dem Boden und schauen friedlich Bilderbücher an. Die kleinen Papphütchen in Gestalt eines Bären lassen keine Zweifel aufkommen: Hier tagt die Jury von „Schütterts Bilderbuchbärchen“, dem Buchpreis, den die Syker Buchhandlung alle zwei Jahre vergibt. Passenderweise ist es auch noch die Bärengruppe des Syker DRK-Kindergartens Sternenhimmel.

Zum vierten Mal hat die Syker Buchhandlung ihren Preis ausgelobt. Sechs Titel hat das Team von Michael Schüttert in die Vorauswahl genommen. Daraus wählen jetzt insgesamt neun Kindergärten – je drei aus Syke, Weyhe und Diepholz – den Sieger. Die Bärengruppe vom Sternenhimmel war gestern die erste Jury, die ihre Wertung abgegeben hat.

Frage an die Juroren: Hat euch das denn Spaß gemacht? Die Antwort ist eindeutig und kommt im Chor: „Jaaaa!“

Wer bekommt die meisten grünen Smileys?

Erzieherin Elke Wolters erzählt: „Die Kinder haben sich jeden Tag ein anderes Buch zusammen in der Gruppe angeguckt und dann bewertet. Dafür gab es ein Plakat, auf dem alle sechs Titel abgebildet waren, und rote und grüne Smileys. Das Buch mit den meisten grünen Smilsys ist der Sieger.“

Bei den Sternenhimmel-Bären lagen am Ende zwei Bücher gleichauf vorn: „Drei sind keiner zu viel“ von Eulalia Canal und Rocio Bonilla sowie „Der Prinz muss mal Pipi“ von Greg Gormley und Chris Mould. Für beide Titel haben die kleinen Juroren ausschließlich grüne Smilys vergeben.

„Bilderbücher sind für die Sprachentwicklung und frühe Leseförderung von Kindern sehr wichtig“, erklärt Friederike Weber den Hintergrund des Wettbewerbs. Sie leitet bei Schütttert die Kinder- und Jugendbuchabteilung. „Leider sind sie in den letzten Jahren bei Kindern und Eltern etwas in den Hintergrund geraten. Wir haben überlegt, wie wir das vielleicht ändern könnten. Und so ist 2012 dieser Bilderbuchpreis entstanden.“

Bücher müssen für alle Altersklassen passen

Welche Titel in die Vorauswahl gelangen, ist mit einer ganzen Handvoll Kriterien verknüpft. Die wichtigsten: Es muss sowohl für die jüngsten in den Kitagruppen passen als auch für die ältesten. Es soll die Alltagswelt der Kinder wiedergeben. Und es soll die Kinder direkt ansprechen. „Ein bisschen pädagogisch darf es dabei sein“, sagt Weber. „Aber nicht zu viel. Es gibt durchaus eine Menge Bilderbücher, die sind einfach zu sehr der erhobene Zeigefinger.“

Bis April haben die übrigen acht Jury-Gruppen noch Zeit, ihre Bewertung abzugeben. Die Preisvergabe ist für den 13. April geplant. Die Juroren werden dann wahrscheinlich aber nicht dabei sein. Friederike Weber: „Das ist eine Abendveranstaltung.“

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