Wenn der Müll in der Botanik liegt

Stadtverwaltung erhält verstärkt Beschwerden über wilde Kippen

Moderne Kunst? - Nein: Müllentsorgung! Foto: Stadt Syke
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Moderne Kunst? - Nein: Müllentsorgung!

Syke - Von Michael Walter. Eine alte Kloschüssel und ein Maurerkübel an der Neuenlander Straße in Ristedt. Farbeimer, Tapetenreste und anderer Renovierungs-Abfall auf einem Parkplatz im Wald zwischen Syke und Schnepke. Heizkörper, Badezimmermöbel und anderer Sperrmüll auf einem Spielplatz: Es vergeht kein Monat, in dem sich die Stadtverwaltung nicht um irgendeine wilde Müllkippe kümmern müsste.

„Seit Herbst 2017 häufen sich diese Fälle bei uns“, sagt Maxi Ritter vom Ordnungsamt. „Im Schnitt bekommen wir alle 14 Tage einen neuen gemeldet.“ Tendenz steigend. „Allein im Januar hatte ich schon vier Fälle. Nicht mitgezählt die, die unsere Mitarbeiter selber per Zufall beim Vorbeifahren entdecken.“

Ihr persönlicher Höhepunkt waren ein paar blaue Säcke, die jemand bei Ramminghausen in den Wald geschmissen hatte. Der Inhalt: Laub. Maxi Ritter ist heute noch fassungslos. „Wenn der die einfach nur ausgeschüttet und die leeren Säcke wieder mitgenommen hätte! Aber nein...!“

Wer macht so was? - Das würde die Stadtverwaltung auch gern wissen. Ermitteln lassen sich die Täter praktisch nie. „Die sind ja nicht blöd“, sagt Ritter. „Und selbst wenn da sogar der berühmte Briefumschlag mit vollständiger Adresse drin läge, wäre das noch immer kein gerichtsfester Beweis. Den könnte ja irgendwer dort hineingetan haben.“

So bleibt der Stadt nichts weiter übrig, als den Müll entsorgen zu lassen. Entweder erledigen das die Mitarbeiter des Bauhofs selbst oder die AWG. Die Kosten trägt auf jeden Fall die Allgemeinheit. „Personalkosten, Fahrtkosten, Entsorgungskosten für Sondermüll: Übers Jahr kommen da schon ein paar tausend Euro zusammen“, überschlägt Ritter.

Die Stadtverwaltung hat schon überlegt, an besonders beliebten Plätzen Kameras aufzustellen. Das ist allerdings nicht ganz so einfach. Stichwort Datenschutz. Bürgermeisterin Suse Laue: „Im Prinzip müsste jemand permanent die Aufzeichnungen auswerten und nach spätestens 24 Stunden wieder löschen. Das wäre eine Frage der Verhältnismäßigkeit.“

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