Podiumsdiskussion am 28. März

„Kultursensible Pflege“: Wenn Migranten altern

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Die Netzwerkteilnehmer von „Pro Senio Syke“ haben während ihres letzten Treffens im Februar im DRK-Seniorenheim Barrien die gemeinsame Veranstaltung am 28. März vorbereitet.

Syke - Von Detlef Voges. Wer darf alte Menschen waschen? Besonders jene mit einem Migrationshintergrund? Fragen, die Gestalt annehmen in einer Gesellschaft, in der die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt, auch bei denen mit Migrationshintergrund.

Pflege und Migration ist längst auch ein Thema in Syke geworden. 25 618 Bürger zählte die Hachestadt am 31.  Dezember 2018. Davon haben 1798 einen Migrationshintergrund. 6 941 Syker sind über 60 Jahre alt, 289 dieser Altersgruppe sind Migranten. Menschen aus einem anderen Kulturkreis, aufgewachsen und lebend mit anderen Ritualen und Traditionen.

„Wir müssen voneinander lernen, umdenken und Anstöße geben“, sagt Sykes Bürgermeisterin Suse Laue. Heike Wilhelm vom Senioren- und Pflegestützpunkt Syke spricht von „kultursensibler Pflege“.

Beide freuen sich auf eine Podiumsdiskussion von Stadt und dem Netzwerk „Pro Senio Syke“ unter dem Titel „Pflege und Pflegeerwartung in der Einwanderungsgesellschaft“ am 28. März um 17  Uhr im Ratssaal. Einen einleitenden Vortrag hält Professorin Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin aus Berlin.

Neben ihr bilden das Podiumsforum Thorsten Kerth (DRK-Seniorenheim Barrien), Sarah Lübker (Integrationbeirat), Ridvan Düsme (Syker Bürger), Bernd Pache (Pflegeschule im Pflegekompetenzzentrum Syke) und Heike Wilhelm.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Die Gastgeber bitten aber um eine Anmeldung bis zum 23. März bei Kathrin Stern (Tel. 04242/164540 oder Mail k.stern@syke.de) oder Heike Wilhelm (Tel. 04242/164325 oder Mail h.wilhelm@syke.de).

Das Konzept der kultursensiblen Pflege zielt laut Heike Wilhelm bewusst darauf ab, die spezifischen Bedürfnisse von Migranten sichtbar zu machen und ihnen einen gleichberechtigten Zugang zur Pflege zu ermöglichen. Zurzeit erfolge die Pflege ausschließlich durch weibliche Familienangehörige zu Hause. Das ändere sich aber zunehmend. Beschäftigte in Pflegejobs müssten sich immer häufiger um Menschen mit anderen Pflegeerwartungen und -vorstellungen kümmern.

„Dieser Umgang ist positiver, wenn ich den Hintergrund besser kenne“, sagt Laue. Dazu gehöre beispielsweise auch die Sprache. Das seit sechs Jahren bestehende Netzwerk „Pro Senio Syke“, ihm gehören Pflegeeinrichtungen an, pflegt den internen Austausch und arbeitet an Programmen im Sinne einer kultursensiblen Pflege.

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