Treffen von Computer-Interessierten in Syke

Computer-Stammtisch in der Bibliothek: Hilfe und Austausch

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Zweimal im Monat trifft sich der Computerstammtisch in der Syker Stadtbibliothek.

Syke - Von Frank Jaursch. Irgendwas geht nicht: Der Computer, dessen Bildschirminhalt per Beamer an die Wand der Stadtbibliothek geworfen wird, will nicht hochfahren.

Doch wo sich so viel Fachwissen versammelt hat, ist eine Lösung nicht fern: Nach wenigen Minuten läuft alles wie gewohnt. Der Syker Computer-Stammtisch kann beginnen!

Seit fünf Jahren bietet Günter Bohlmann den kostenlosen Stammtisch an. Freiwilligenagentur und Seniorenbeirat waren seinerzeit mit dieser Idee an ihn herangetreten. Und Bohlmann, jahrzehntelang in der EDV-Branche tätig, brauchte gar nicht lang zu überlegen. „Ich muss ja nur das erzählen, was ich weiß“, schmunzelt er.

Viele Teilnehmer reiferen Alters

Zweimal im Monat – am ersten und dritten Dienstag im Monat – kommen die Teilnehmer hier zusammen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnehmerzahlen variieren. Meist ist rund ein Dutzend Computer-Interessierter dabei.

Insgesamt umfasst die Liste aller, die mal dabei waren, rund 65 Teilnehmer. Die meisten sind schon etwas reiferen Alters. „Zwischen 50 und 80“, schätzt Bohlmann. Und: Gerade in dieser Generation ist der Computer offenbar noch Männersache. 

An diesem Dienstag sind 14 Personen dabei – allesamt Männer. „Es sind aber sonst auch schon mal vier, fünf Damen dabei“, betont Stammtischleiter Bohlmann.

Kein Kurs für PC-Analphabeten

Schnell wird im Verlauf des vormittags deutlich, dass dies nicht etwa ein Kurs für PC-Anfänger ist. Hier geht es nicht darum, wie man die Maus bedient. Die Teilnehmer präsentieren ein fundiertes Wissen, diskutieren über Firewalls und Partitionen, Malware und SSD-Platten. „Wenn man zu Hause Probleme am PC hat, spricht man das hier an“, erklärt Wolfgang Hohlfeld. Meist gibt es dann einen, der helfen kann.

Ein Teilnehmer hat sich auf die Organisation eines Bildarchivs spezialisiert und gibt seine Tipps weiter.

Ein anderer schildert den Fall eines Freundes, bei dem ein vermeintlicher Microsoft-Mitarbeiter aus Kalifornien angerufen habe: Es gebe ein Viren-Problem auf dem Computer des Freundes.

Sicherheit ist Themenschwerpunkt

Er brauche Zugang zu dem PC, um per Fernwartung die Schäden zu beheben. „Er hat’s gemacht – und das war sein Fehler.“ Vor dem Betrug des falschen Microsoft-Mannes, der durch den Zugang erst die Schadsoftware installieren kann und nur gegen Geld den Schaden behebt, wird mittlerweile weltweit gewarnt.

Sicherheit ist ein Schwerpunkt beim Computerstammtisch. „Da ist in letzter Zeit Wissen so erforderlich geworden“, sagt Bohlmann. In einer Präsentation erläutert er, wie man seine Daten vor möglichen Angriffen schützen kann.

Das gilt seit Kurzem in erhöhtem Maß auch für das Smartphone.

Zwischendurch bleibt natürlich auch immer Zeit für einen Kaffee. Auch in der Pause steht meist der Computer im Mittelpunkt. Und hilfreiche Ratschläge, die aber nicht immer so ganz bierernst genommen werden sollten. Ein Beispiel: „Nach dem Windows-Update ist mein Virenprogramm verschwunden.“ – „Dann kauf dir’n neues.“

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