Ständig wiederkehrendes Ärgernis

Wenn die Hecke auf die Straße wächst

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Links: So ist es richtig – die Hecke hört an der Grundstücksgrenze auf. Rechts: Zwar akkurat getrimmt, aber trotzdem falsch: Diese Hecke ragt über die Grundstücksgrenze hinaus und engt dadurch den Bürgersteig ein. Beide Beispiele sind übrigens stadteigene Hecken.

Syke - Von Michael Walter. Eigentlich ist es ganz einfach: An der Grundstücksgrenze hört die Hecke auf. Und zwar spätestens genau an der Grenze. Nicht erst 20 Zentimeter dahinter. Außerdem muss sie so gestutzt sein, dass sie kein Sichthindernis für den Straßenverkehr darstellt. Trotzdem ist das Thema „Wie schneide ich meine Hecke richtig?“ einer der Dauerbrenner bei der Stadt Syke.

„Wir bekommen echt viele Beschwerden über zugewachsene Bürgersteige und Parkplätze“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue. „Sowohl auf der Beschwerdeplattform ,Sag’s uns einfach’ als auch über die Ortsräte. Deshalb haben wir jetzt beschlossen: Wir geben ein Info-Blatt zu diesem Thema heraus.“ Das liegt jetzt vor – zunächst in einer Auflage von 1.000 Exemplaren. Es soll über die Ortsräte an die betroffenen Bürger verteilt werden. Maxi Ritter vom Ordnungsamt der Stadt Syke hat darin die wichtigsten Grundregeln kompakt zusammengestellt.

Die wichtigste lautet: Der Gehweg muss auf der gesamten Breite uneingeschränkt begehbar sein. Weder darf die Hecke selbst in den Gehweg hineinragen, noch darf Wurzelwerk, Laub oder liegen gebliebenes Schnittgut den Gehweg einengen.

Auch nach oben hin ist nicht alles erlaubt: Die ersten Äste dürfen frühestens ab einer Höhe von 2,50  Meter über den Gehweg ragen. Diese Vorschrift ist nicht ausdrücklich auf Hecken beschränkt, sondern gilt erst recht für Bäume an der Grundstücksgrenze. Gibt es keinen Gehweg und das Grundstück grenzt direkt an eine Fahrbahn, ist sogar eine Höhe von 4,50  Meter freizuhalten. Damit nicht etwa ein Lkw dagegen donnert.

Egal, ob Hecken oder Bäume: An Straßeneinmündungen greift noch eine weitere Vorschrift, die besagt: Damit Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden und freie Sicht auf die einmündende Straße haben, gilt für den Bewuchs auf den angrenzenden Grundstücken eine maximale Höhe von 80 Zentimetern.

„Das ist auf jeden Fall an übergeordneten Straßen so“, sagt Maxi Ritter. „Eigentlich auch in Tempo-30-Zonen, aber da sehen wir relativ großzügig darüber hinweg. Es sei denn, die Sichtbehinderungen sind gravierend.“

Ihre Erfahrung ist: In den meisten Fällen liegen die Probleme am fehlenden Wissen der Grundstücksbesitzer. „Es gibt allerdings auch echt penetrante Leute, die wir jedes Jahr wieder anschreiben.“

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