Post vom Kindergarten bietet Tipps und Anregungen zum Spielen und Lernen

Wenn der Fisch im Toaster steckt

Eingetütet: Kita-Mitarbeiterin Martina Hespe macht die „Kindergartenpost“ versandfertig. Foto: Stadt Syke

Syke - Von Michael Walter. Online-Lernplattformen und Unterricht per Audio- oder Video-Chat – das funktioniert an Schulen. Im Kindergarten allerdings noch nicht. Erzieherinnen und Eltern müssen sich da mit weit konventionelleren Mitteln behelfen, um den Kindern Abwechslung und sinnvolle Beschäftigung zu bieten, solange die Kitas geschlossen sind.

Die Kinder, die normalerweise Tagesstätten in Trägerschaft der Stadt besuchen, bekommen einmal in der Woche Post. Manche elektronisch – also als E-Mail – die meisten aber ganz altmodisch auf Papier und in einem Umschlag. So richtig zum Anfassen, Aufmachen und nachsehen, was da wohl drin sein mag.

In den Umschlägen finden die Kinder dann Tipps zum Spielen, Kochen oder Backen, Vorschläge, was sie auf dem Spaziergang unternehmen könnten, aber auch Vorlagen für Ausmalbilder und Geschichten, die ihre Eltern ihnen dann vorlesen können.

„Das ist nicht nur eine tolle Art, die Kinder an die Kindertagesstätte zu erinnern, sondern auch die Eltern dazu zu bewegen, gemeinsam mit ihren Kindern etwas zu unternehmen“, sagt Claudia Prößler, die im Syker Rathaus die für Schulen und Kindergärten zuständige Fachbereichsleiterin ist.

Zum Beispiel erklärt die Post aus dem Kindergarten, wie man mit wenig Aufwand lustige Kresse-Eier basteln kann. Oder wie man Blumen aus Hand- und Fußabdrücken malt. „Aber es gibt nicht nur Unterhaltungspost. Die Post aus der Kita enthält auch nützliche Infos für die Eltern.“

Auch die zusätzlichen städtischen Sprachförderkräfte Anke Grätsch und Nicole Krech schicken jetzt regelmäßig Post an ihre Sprachförderkinder. „Bei dieser zusätzlichen Post geht es natürlich nicht nur um eine Ideengebung für die Eltern, sondern um die Begleitung der Kinder durch ihre Eltern“, erklärt Claudia Prößler.

Mittel zum Zweck sind da zum Beispiel Geschichten, in denen die Bildung bestimmter Laute gezielt im Vordergrund steht. Oder Wimmelbilder und verrückte Suchbilder, die die Kinder zum drüber Sprechen anregen sollen. Weil da zum Beispiel ein kleiner Schneemann im Backofen zu sehen ist, weil der Wasserkessel nicht auf dem Herd, aber im Regal kocht, oder weil da im Toaster kein Brot, sondern ein Fisch steckt, und weil in der Pfanne in der Wandhalterung gerade ein Spiegelei brät.

„Eine aufwendige, aber nützliche Aufgabe für die gesamte Familie“, sagt Claudia Prößler. Elterliche Mitarbeit sei aber gerade vor dem Übergang an die Schule besonders wichtig, damit die zukünftigen Schulkinder keine Probleme bei dem Wechsel bekommen.

„Wenn die Kinder Lust haben, können sie auch gerne Bilder malen und in den Briefkasten im Kindergarten schmeißen“, sagt Prößler. „Wir würden dann damit gerne die Fenster gestalten.“

Eines hat die gesamte Post immer als gemeinsames Motto: „Egal wie lange diese Corona-Schließzeit auch dauert, wir freuen uns, wenn ihr wieder in eure Kita kommt!“

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