Ulrike Folkerts stellt in Syke ihre Autobiografie „Ich muss raus“ vor

Weltpremiere mit Tatortkommissarin

Ulrike Folkerts kommt zur „Lesung mit Talk“ ins Syker Theater. Dort liest sie zum ersten Mal aus ihrer Autobiografie „Ich muss raus“. Auf einen kurzweiligen Abend freuen sich (v.l.) Bürgermeisterin Suse Laue, Kathrin Wilken (Stadt & Kultur), Dennis Landt (Kreissparkasse) und Esther Willbrandt (Radio Bremen).
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Ulrike Folkerts kommt zur „Lesung mit Talk“ ins Syker Theater. Dort liest sie zum ersten Mal aus ihrer Autobiografie „Ich muss raus“. Auf einen kurzweiligen Abend freuen sich (v.l.) Bürgermeisterin Suse Laue, Kathrin Wilken (Stadt & Kultur), Dennis Landt (Kreissparkasse) und Esther Willbrandt (Radio Bremen).

Syke – Deutschlands dienstälteste Tatortkommissarin kommt nach Syke: Seit 1989 verkörpert Ulrike Folkerts die Ermittlerin Lena Odenthal und hat mit dieser Rolle das Frauenbild im deutschen Fernsehen durchaus verändert. Am 22. November ist sie Gast in der gemeinsamen Literaturreihe von Radio Bremen 2 und der Kreissparkasse. Ulrike Folkerts liest im Syker Theater aus ihrem Buch „Ich muss raus“.

„Wir hatten jetzt anderthalb Jahre keine Veranstaltungen mehr und wollten den kulturellen Betrieb an der Sparkasse unbedingt wieder aufnehmen“, sagt Sprecher Dennis Landt. „Am liebsten in unserem eigenen Saal.“ Aber da wären unter den aktuellen Coronaverordnungen nur maximal 70 Plätze möglich. „Das ist uns zu wenig.“ Als Alternative kam das Syker Theater in den Blick, wo Stadt & Kultur ein funktionierendes Platzmanagement hat und bereits die ersten Aufführungen erfolgreich gelaufen sind. Dort sind aktuell 130 bis 140 Plätze machbar – abhängig davon, wie viele Besucher einzeln, zu zweit oder in der Gruppe kommen.

Die Zusammenarbeit mit Radio Bremen ist hingegen altbewährt. Viele Jahre lief sie unter dem Titel „Literatur vor Ort“. Diesen Titel gibt es inzwischen zwar nicht mehr, das Prinzip ist aber dasselbe geblieben. Im ersten Teil liest ein Autor aus seinem aktuellen Buch, im zweiten Teil folgt der Talk mit Radio Bremen. Beides schneidet der Sender mit und strahlt es zu einem späteren Zeitpunkt aus. „Für uns ist das jetzt erst die zweite Veranstaltung nach Corona“, sagt die verantwortliche Kulturredakteurin Esther Willbrandt. „Die erste war im Sommer open-air.“ Ohne Corona, glaubt sie, wäre allerdings auch Ulrike Folkerts Buch nie entstanden. Die Schauspielerin habe es während Corona geschrieben, als fest eingeplante Dreharbeiten nicht hätten stattfinden können. Esther Willbrandt betont auch: „Sie hat das Buch selbst geschrieben, ohne Ghostwriter. Das ist ihr Ton.“

Der Bezug zum Titel sei mehrdeutig. Mit „Ich muss raus“ meint Folkerts laut Esther Willbrandt zum einen „raus aus der Kleinstadt“, in der sie aufgewachsen ist. Zum anderen „raus mit der Sprache“, denn Folkerts habe oft zu vielem geschwiegen und Dinge runtergeschluckt, die ihr eigentlich widerstrebt hätten. Erst nach und nach habe sie gelernt, das auch zu artikulieren. Und zum dritten: „Raus aus dem Rollenklischee“, aus dem Festgelegt-Werden auf die Tatort-Figur.

Und im Klappentext zu diesem Buch heißt es: „Die beliebteste und längstdienende Tatort-Kommissarin hat in der Rolle der toughen Ermittlerin Lena Odenthal das Frauenbild im deutschen TV-Krimi revolutioniert. Doch bis sie ihre eigene Rolle im Leben gefunden hat, war es ein längerer und härterer Weg. Ihre Erfahrungen als prominente Frau in der Filmbranche, als lesbische Frau, als kinderlose Frau, als älter werdende Frau spiegeln wider, was viele Frauen erleben. Um aus vorgesehenen Rollen auszubrechen, braucht es Kraft. Folkerts gibt uns den Mut, auch unseren eigenen Weg zu gehen.“

Das Publikum im Syker Theater erlebt dabei übrigens eine Weltpremiere: „Ulrike Folkerts hat noch nie öffentlich aus diesem Buch gelesen“, weiß Kathrin Wilken von Stadt & Kultur. Im Anschluss an die Lesung führt Radio-Bremen-Moderatorin Hilke Theeßen auf der Bühne ein Interview mit der Schauspielerin und Autorin.

Wer dabei sein will, kann sich ab sofort Karten sichern. Es gibt sie bei Stadt & Kultur, bei der Kreissparkasse und bei allen Vorverkaufstellen von Nordwest-Ticket, zum Beispiel im Stadtbüro der Kreiszeitung (Hauptstraße 6). „Wer als Gruppe kommt, sollte das gleich beim Kauf klar angeben“, empfiehlt Kathrin Wilken. „Damit die Gruppe zusammen sitzen kann.“ Im Theater gilt die 3 G-Regel. Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht einen tagesaktuellen Test, betont sie.

Einlass ist ab 19 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.

Von Michael Walter

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