Kritik an der Verwaltung: Vorlagen zu spät verfügbar

Weiterer Entwurf für Wohnanlage an Bassumer Straße erforderlich

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Das Baugrundstück an der Bassumer Straße. Rechts der neue Entwurf, der beim Bauausschuss allerdings auf wenig Gegenliebe stieß.

Syke - Von Frank Jaursch. Auch mit dem zweiten Entwurf ist es der Genossenschaft „Syker Wohnmix“ nicht ganz gelungen, den Bauausschuss der Stadt von der konkreten Ausgestaltung seines Projektes an der Bassumer Straße 17 zu überzeugen.

Das Gremium beschloss auf seiner gemeinsamen Sitzung mit dem Syker Ortsrat am Mittwochabend die Aufhebung des vor einem Jahr gefassten Aufstellungsbeschlusses. An seine Stelle tritt ein vorhabenbezogener Bebauungsplan, der eine schnellere Planung ermöglicht.

Tiefgarage sollte Stellplatz-Problem lösen

Wie die Bebauung des Grundstücks konkret aussehen wird, ist noch unklar. Architektin Kerstin Oesterling hatte die neuen Entwürfe vorgestellt, die nicht nur einige Bedenken aus vergangenen Ratssitzungen, sondern auch Wünsche der einzelnen Wohngruppenmitglieder berücksichtigten.

Unter anderem sollte das Problem der fehlenden Auto-Stellplätze durch eine Tiefgarage mit insgesamt 18 Stellplätzen gelöst werden. Der hintere Teil sah den Bau von zwei fächerförmig angeordneten Gebäuden vor. „Die Nachbarn wollen keinen langen Giebel vor der Nase haben“, erläuterte Oesterling, die den Entwurf als „besonders gut geeignet für besondere Wohnangebote“ bezeichnete.

Zufahrt zu schmal für die Feuerwehr

Die Präsentation rief positive und kritische Reaktionen hervor. Als problematisch bezeichneten Peter Ehrt (Ortsrat, CDU) und Reinhard Hansemann (FDP, Bauausschuss) zum Beispiel die schmale Zufahrt. „Ich weiß nicht, welches Feuerwehrfahrzeug da durch will. Das müssen Künstler sein“, so Hansemann.

Karsten Bödeker (SPD) störte sich daran, dass das Projekt insgesamt den Eindruck erwecke, „alle Grenzen auszureizen“. Acht Wohnungen von 55 bis 115 Quadratmeter Größe sollen insgesamt auf dem Grundstück Platz finden. Wilken Hartje (CDU) fand: „Der Platz reicht dafür nicht.“

Arbeit der Fraktionen durch Stadtverwaltung erschwert

Florian Kastner (FWG) hingegen konnte sich mit dem Entwurf durchaus anfreunden, auch sein Fraktionskollege Günter Brockhoff sieht die Entwürfe auf einem guten Weg. „Einige Punkte sind abgearbeitet, aber einige Dinge sind noch offen.“ Heinz-Jürgen Michel (Grüne) wollte die Aufhebung des alten Beschlusses nicht als Ablehnung verstanden wissen. „Wir wollen da gerne was entstehen lassen.“

Kritik gab es im Verlauf der Sitzung an der Stadtverwaltung: Die hatte die Sitzungsvorlagen den Gremien verspätet zur Verfügung gestellt und so eine angemessene Vorbereitung in den Fraktionen erschwert. Erster Stadtrat Thomas Kuchem nahm die Verspätung „auf seine Kappe“ und gelobte Besserung.

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