Verwaltung möchte Polster von 1,5 Millionen Euro für 2016

Mehr Platz für Flüchtlinge: Stadt will bauen

Syke - Von Michael Walter. Die Stadt will mehr Platz für Flüchtlinge schaffen und dazu kurzfristig ein Haus auf dem sogenannten Bürgermeisterkamp an der Ecke Gesseler Straße/Ferdinand-Salfer-Straße bauen.

Genauer gesagt: „Bauen lassen und anschließend erwerben“ – so formuliert es Bürgermeisterin Suse Laue. Wobei sie bewusst offen lässt, ob „erwerben“ nun kaufen, pachten oder mieten sein soll.

Gedacht ist an ein Gebäude in Holzrahmenbauweise – also eine Art Fertighaus. Zum einen, weil das grundsätzlich deutlich weniger kostet als ein Massivhaus, zum anderen, weil es schneller geht, und zum Dritten, weil Alternativen wie Mobilbauten oder Zelte momentan praktisch nicht mehr zu bekommen sind.

Als Standort käme ein stadteigenes Grundstück neben der GTS 2001 in Frage. Bis zu 30 Personen sollen dort untergebracht werden. Und wenn es dann später mal an das Thema Nachnutzung geht, könne die Stadt dort ohne größeren Umbau-Aufwand „bezahlbaren Wohnraum“ anbieten, so Laue.

Bisher hat die Stadt alle ihr zugewiesenen Flüchtlinge und Asylbewerber ohne größere Probleme unterbringen können. Insgesamt 126 seit Jahresbeginn. Dezentral in Syke und den Ortsteilen. Etliche davon sind inzwischen schon wieder weg. „Aber wir werden 2016 noch mehr zugeteilt bekommen“, ist sich Bürgermeisterin Suse Laue sicher. Nach derzeitigem Stand kommen laut Auskunft der Verwaltung bis Ende Januar noch weitere 160 Personen. Deswegen gehen die Überlegungen im Rathaus über dieses einzelne Bauvorhaben hinaus. „Wir müssen uns Möglichkeiten offen halten, anderswo noch mehr bauen zu können“, sagt Suse Laue.

Dafür möchte sich die Verwaltung von der Politik ein Polster von 1,5 Millionen Euro im Haushalt zur Verfügung stellen lassen. Und schon jetzt ist klar, dass das nur über neue Schulden möglich wäre.

Ein kleiner Teil dieser Summe – rund 230.000Euro – könnte die Stadt möglicherweise als Zuschuss über das gerade in Planung befindliche Wohnungsbauförderprogramm des Landkreises bekommen. „Den Rest müssten wir über Kreditaufnahmen finanzieren“, sagt Kämmerer Peter Pawlik.

Zusammen mit den schon jetzt im Haushaltsentwurf veranschlagten Kreditaufnahmen und einigen weiteren noch nicht berücksichtigten Ausgaben, über die der Rat noch entscheiden muss, würden am Ende drei Millionen Euro neue Kredite herauskommen.

Am 3. Dezember sind die Vorberatungen für den Haushalt abgeschlossen. Am 4. Dezember will Pawlik dann den geänderten Haushaltsentwurf beschlussreif vorlegen. Diesen Entwurf soll der Rat auf seiner Sitzung am 17. Dezember verabschieden.

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