Weihnachtsmärchen selbst gemacht

Eltern des DRK-Kindergartens inszenieren Theaterstück

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Geschafft: Hummel Bommel (Barbara Hakkel) kann endlich fliegen und tobt ausgelassen mit ihren Freunden Ricardo Raupe (Marina Bluhm), Fina Floh (Stefanie Brinkhus) und Marie Marienkäfer (Janina Köhler).

Syke - Von Michael Walter. Jeder ist anders, und du bist klasse, so wie du bist – das ist die zentrale Botschaft, die gestern die Kinder des DRK-Kindergartens Sternenhimmel aus ihrem Weihnachtsmärchen mit nachhause nahmen. Von ihren eigenen Eltern. Denn das gehört im Sternenhimmel zur Tradition: Die Eltern inszenieren und spielen das Weihnachtsmärchen selbst.

Die Hummel Bommel stand dieses Mal im Mittelpunkt, nach den Bilderbüchern von Britta Sabbag und Maite Kelly. Bommel ist frustriert: Als einzige im gesamten geflügelten Freundeskreis kann die kleine Hummel immer noch nicht fliegen. Immer wieder versucht sie es. Aber mehr als ein kleiner Hüpfer ist einfach nicht drin. Ihre Freunde können ihr nicht helfen, und auch Pastor Fliege (!) weiß keinen Rat. Nicht mal Ricardo Raupe hat eine blasse Ahnung, wie man fliegt. Dabei steht doch seine Verpuppung – und damit die Verwandlung in einen Schmetterling – unmittelbar bevor.

Trost findet Bommel bei der Mama: „Das ist doch gar nicht schlimm“, singt sie ihr vor. „Du brauchst nur etwas länger. Wenn die Zeit gekommen ist, wirst du es merken.“

Doktor Weberknecht spricht der kleinen Hummel ebenfalls Mut zu. Und tatsächlich: Auf einmal hebt Bommel ab und kann mit seinen Freunden durch die Insektenwelt fliegen.

Im zweiten Teil der Geschichte geht es dann um Weihnachten. Alles läuft schief: Die Kekse sind im Ofen verbrannt, dem Pastor fällt nichts für seine Predigt ein, der Doktor hat keine Zeit, Geschenke für alle zu kaufen, und Papa Hummel kriegt nur noch den hässlichsten Weihnachtsbaum, den Bommel je gesehen hat. „Aber das ist gar nicht so schlimm“, stellt Bommel fest. „Hauptsache, wir haben uns!“ Und dann gibt es doch noch Geschenke: für die Kinder im Saal.

Große Begeisterung

„Das ist dieses Jahr das 17. Mal, dass wir das machen“, sagt Sternenhimmel-Mitarbeiterin Elke Tatje, die gemeinsam ihrer Kollegin Aldona Balcerek die Regie geführt hat. „Früher sind wir mit unseren Kindern nach Bremen ins Weihnachtsmärchen gefahren. Die Stücke dort waren aber oft für ältere Kinder gedacht. Und so hatten einige Eltern damals die Idee, selbst ein Weihnachtsmärchen zu spielen.“

Daraus ist im Lauf der Zeit eine feste Tradition geworden. Gleich nach den Sommerferien geht es los: Stück aussuchen, Texte bearbeiten, Rollen verteilen, Bühnenbild malen – und dann beginnen die Proben. „Einmal wöchentlich trifft sich die Theatergruppe“, sagt Tatje. „Das sind gar nicht so viele Termine, wenn man mal auf den Kalender blickt.“

Jedes Jahr staunt Elke Tatje wieder, welche Begeisterung die Eltern dabei entwickeln. „Letztes Jahr war sogar noch jemand dabei, der gar keine Kinder mehr bei uns hatte.“

Zwei Aufführungen gab es gestern für die Kinder des Sternenhimmels. Heute gibt es zwei weitere: eine für andere Kindergärten und eine für Senioren.

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